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Bad Schwartau Konzert mit einem großen Spannungsbogen
Lokales Bad Schwartau Konzert mit einem großen Spannungsbogen
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19:15 26.01.2016
Matthias Voget, Isabel Delemarre, Mairike Grund und Julia Warnecke (v. l.).

Es war ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Konzert. Das Lübecker A-cappella-Gesangstrio Miss Muffats Maulwurf traf mit seinem zweiten geistlichen Konzertprogramm unter dem Motto „Litanies“ den Geschmack des Publikums in der gut gefüllten Stockelsdorfer Kirche. „Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen“, lobte Susanne Ingenerf das kurzweilige Konzert.

Das Trio sang selten gehörte Werke aus dem französischen Barock von Jean-Baptiste Lully und Marc-Antoine Charpentier. Als Kontrast zum Barock erklangen Werke aus dem 20. Jahrhundert von György Ligeti und Francis Poulenc, dessen Werk „Litanies a la Vierge Noir“ dem Konzert den Titel lieh.

Auf das reine, helle, klare und lichte „Ave verum“ von Francis Poulenc (1899-1963) folgten farbenreiche, abgerundete, harmonische und stimmungsvolle Stücke von Michael Praetorius (1571-1621). Zum Konzert gehörten auch ausdrucks- und gehaltvolle Stücke aus dem „Jahreskreis“ von Hugo Distler (1908-1942). Es wurden dann Stücke aus „In der Fremde“ von György Ligeti (1923-2006) zu Gehör gebracht.

Der Komponist wählte Volksdichtungen voller Trauer und Heimweh, in denen die Stimmen häufig nebeneinander her zu singen scheinen. Die fröhliche „Bergamasca“ aus „Fiori musicali“ von Girolamo Frescobaldi (1583-1643), ein Werk für Orgel solo, das in sieben Variationen kunstvoll und abwechslungsreich behandelt wird.

Isabel Delemarre bot dabei einen klaren Sopran. Sie war dabei in den Höhen sicher. Mairike Grund glänzte mit einem harmonischen Mezzosopran und der Alt von Julia Warnecke war ausdrucks- und gehaltvoll. Matthias Voget begleitete das Gesangstrio am Cembalo und an der Orgel. Dass er ein großer Könner seines Fachs ist, demonstrierte Voget zudem bei zwei Werken für Orgel solo: die „Litanies“

von Jehan Alain und die „Bergamasca“ von Girolamo Frescobaldi.

Die Musiker hielten, was Pastor Wolfram Glindmeier zur Begrüßung versprach. Ein Programm voller Feuer, Traurigkeit, Energie, Fröhlichkeit und Nachdenklichkeit, die die Zuhörer in verschiedene Stimmungen versetzten. Kurzum: Ein spannendes und abwechslungsreiches Konzert.

gal

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