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Bad Schwartau Kooperation für ein Miteinander von Familie und Beruf
Lokales Bad Schwartau Kooperation für ein Miteinander von Familie und Beruf
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19:12 28.11.2016
Wiebke Schiebold, Werner Kaiser (l., FuB OH), und Sebastian Schaeffer, Geschäftsführer Schwartauer Werke. FOTO: kad

Es ist eine alltägliche Situation für viele Eltern: Ein wichtiger Termin bei der Arbeit steht an. Etwa ein lang geplantes Gespräch mit dem Vorgesetzten.

Wer trägt die Kosten?

Zur Finanzierung der Kindernotfallbetreuung entrichten die Unternehmen, die eine Vereinbarung mit der Gesellschaft Familie und Beruf Ostholstein geschlossen haben, einen Jahresbeitrag.

Die Höhe der Zahlung orientiert sich an der Mitarbeiterzahl im Unternehmen. Arbeitnehmer tragen keine Kosten.

Oder ein Meeting mit einem Kunden, das sich nur schwer verschieben lässt. Doch dann, kurz vor dem Treffen, wird das Kind krank. Keiner kann als Betreuer einspringen: Weder die Großmutter noch Tagesmutter oder Freunde. Vielen Arbeitnehmern mit Kindern bleibt in einem solchen Fall nur eine Möglichkeit: Beim Chef absagen und zu Hause bleiben.

Die Mitarbeiter der Schwartauer Werke können in einem solchen Notfall jetzt auf einen besonderen Service zurückgreifen: Das Unternehmen kooperiert vom kommendem Januar an mit der gemeinnützigen Gesellschaft für Familie und Beruf Ostholstein (FuB OH). Die Initiative organisiert im Notfall über den Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein und die Lebenshilfe Ostholstein eine qualifizierte Betreuungsperson, die Kosten trägt der Arbeitgeber. „Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern“, sagt Werner Kaiser, Geschäftsführer der Familie und Beruf Ostholstein gGmbH. 2015 gegründet, arbeitet die FuB OH mittlerweile mit 15 Unternehmen und Kommunen zusammen, darunter das Amtsgericht Eutin, die Stadtwerke Eutin und die Sana-Kliniken Ostholstein.

Die Schwartauer Werke haben jetzt als 16. Partner den Vertrag über eine Kindernotfallbetreuung unterschrieben. „Wir sind begeistert von dem Angebot“, sagt Geschäftsführer Sebastian Schaeffer, „es bietet nicht nur für uns als Arbeitgeber Vorteile, es senkt auch die Hürden für Arbeitnehmer mit Familien.“

Um die 850 Mitarbeiter arbeiten zurzeit bei den Schwartauer Werken, etwa ein Drittel hat Kinder. „Wir engagieren uns schon seit Jahren beim Thema Jugend“, sagt Schaeffer, „etwa mit flexiblen Arbeitszeiten auf Vertrauensbasis.“ Die Kindernotfallbetreuung, die den Mitarbeitern an sieben Tagen in der Woche von sechs bis 22 Uhr zur Verfügung steht, sei ein weiterer Schritt. Außerdem soll innerhalb der Firma noch ein Betreuungszimmer eingerichtet werden, damit die Kinder im Notfall auch am Arbeitsplatz betreut werden können.

Katrin Diederichs

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