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Bad Schwartau Koordinierungsgruppe kämpft
Lokales Bad Schwartau Koordinierungsgruppe kämpft
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18:30 08.04.2017
Der Bahnübergang an der Kaltenhöfer Straße ist ein Nadelöhr: Bad Schwartau macht sich für eine Tunnellösung stark. Quelle: Foto: Irene Burow

Unlängst hat die Stadtvertretung Bad Schwartau einen Forderungskatalog zum Thema Hinterlandanbindung feste Fehmarnbeltquerung aufgestellt. Einstimmig wurde das Papier verabschiedet und an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt geschickt. Das Dialogforum hat den Bad Schwartauer Forderungskatalog übernommen und die Landesregierung kündigt passend zum Landtagswahlkampf zusätzliches Geld für die Kommunen bei der Hinterlandanbindung an. Jetzt haben die Politiker aller Fraktionen in der Bad Schwartauer Stadtvertretung ein weiteres Zeichen der Geschlossenheit gesetzt. Einstimmig wurde in Sachen Hinterlandanbindung die Einrichtung einer Koordinierungsgruppe zur Gewährleistung einer effektiven Zusammenarbeit der Beteiligten in allen Gremien beschlossen. Die Gruppe kommt am Dienstag, 11. April, erstmals zusammen.

Jörg-Reiner Zacharias (WBS): „Ich bin froh, dass die beiden großen Fraktionen trotz Wahlkampfzeiten diesen Schritt mitgehen. Darauf kann diese Stadtvertretung stolz sein.“ Auch Folkert Jeske (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßt die Entscheidung: „Die Koordinierungsgruppe ist das zielführende Instrument und kann jetzt die gute Grundlagenarbeit des sogenannten Arbeitskreises Kaltenhof fortsetzen.“

Bernhard Schmidt, der für die Verwaltung mit am Tisch sitzt, ist ebenfalls froh über diesen Schritt. „Es beginnt jetzt die heiße Phase, viele Entscheidungen stehen an. Es ist also nicht nur einfach gut, sondern sehr gut, dass wir uns gemeinsam so aufstellen“, sagt Schmidt.

Die Koordinierungsgruppe soll die notwendigen Schritte zur Folgenabwehr der Hinterlandanbindung erarbeiten. Die Gruppe trifft sich regelmäßig und wird dabei auch Gäste und Experten vom Land Schleswig-Holstein und der Deutschen Bahn zu der Thematik hören. Mitglieder aller Fraktionen und der FDP gehören der Koordinierungsgruppe, die unter anderem auch Sitzungen des Fachausschusses vorbereiten soll, an. „Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor den negativen Folgen der Hinterlandanbindung ist eine komplexe Aufgabe, die eine intensive Auseinandersetzung mit Themen wie Lärm- und Erschütterungsschutz, Neugestaltung von Bahnübergängen und weiteren Verkehrswegen, Bau von Troglösungen und finanzieller Anspruchnahme der Stadt Bad Schwartau erfordert“, heißt es in der gemeinsamen Vereinbarung von CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und WBS.

Der Forderungskatalog der Stadt Bad Schwartau sieht unter anderem vor: die Tieferlegung des Gleisbettes in der gesamten Ortsdurchfahrt, die Herstellung einer Eisenbahnunterführung in der Kaltenhöfer Straße sowie die Verkehrsanbindung der Elisabethstraße ohne höhengleiche Kreuzung der Eisenbahn und die Bereitstellung von Finanzmitteln für den Lärm- und Erschütterungsschutz über das gesetzliche Maß hinaus gefordert. Grund: Nach dem derzeitigen Stand müsste Bad Schwartau die verkehrliche Hauptlast bei der Hinterlandanbindung tragen – um die 180 Personenzüge und bis zu 78 Güterzüge könnten täglich auf der Bestandstrasse durchs Stadtgebiet rauschen.

Info-Abend

Am Mittwoch, 3. Mai, gibt es einen Infoabend zur Hinterlandanbindung und die Folgen für Bad Schwartau. Im Mittelpunkt der Veranstaltung um 17.30 Uhr in der Krummlandhalle (Schulstraße 8a) in Bad Schwartau steht die Prognose der zukünftigen Schienenverkehrserschütterung entlang der Ortsdurchfahrt Bad Schwartau. Ein Sachverständigenbüro hat sämtliche Wohn- und Bürogebäude im Nahbereich der Bahntrasse hinsichtlich ihrer Bausubstanz analysiert und an sechs Gebäuden Langzeitmessungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden an dem Abend vorgestellt.

Sebastian Prey

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