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Bad Schwartau Kräuter für die Küche und gegen Schweißfüße
Lokales Bad Schwartau Kräuter für die Küche und gegen Schweißfüße
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21:26 24.06.2013
Sigrid Schumacher hat die spannende Kräuterwanderung geführt und wie hier am Ufer des Kurparksees einiges entdeckt. Quelle: Fotos: Kayser
Bad Schwartau

Kann man Gänseblümchen essen? Welche Wirkung hat Baldrian? Und warum haben sich die Menschen einst Kräuter in die Schuhe gelegt? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab Sigrid Schumacher bei einer botanischen Führung durch den Kurpark und die Schwartauwiesen. 15 interessierte Teilnehmer lauschten am Wochenende den Ausführungen der Hobbybotanikerin aus Lübeck — sehr zur Freude von Angelika Fritzen vom Frauenforum Bad Schwartau, welches zu der Veranstaltung eingeladen hatte.

Auch Jörn Krause ist voll froher Erwartung. „Ich esse gerne und oft Salate“, erzählt der Bad Schwartauer, der auf nützliche und vor allem schmackhafte Tipps in Sachen Zubereitung hofft. Mit der Kräuter- und Pflanzenkunde sei es bei ihm nicht so weit her, gibt Krause zu: „Ich kenne Löwenzahn und Gänseblümchen — doch da ist es dann auch vorbei.“

Vielleicht ist das aber auch gar nicht so schlimm: Denn auch Gänseblümchen können nicht nur im Garten, sondern auch auf der Speisekarte stehen, wie Sigrid Schumacher den Teilnehmern erklärt. Kurz in der Pfanne geröstet, seien die Blüten eine wunderbare Zugabe zu Salaten. Die geschlossenen Blütenknospen könne man zudem wie Kapern einlegen.

Neben dem Einsatz bei der Essenszubereitung sprach Schumacher auch über weitere mögliche Verwendungszwecke von verschiedenen Pflanzen. So erfuhren die Teilnehmer beispielsweise, dass die Menschen früher häufig Gänsefingerkraut in ihre Holzschuhe gelegt haben, um Schweißfüßen vorzubeugen. Oder dass Birken einst angezapft wurden, um Haarwasser zu gewinnen.

Die Leiterin der Wanderung erklärte, dass das Klettlabkaraut mit dem Waldmeister verwandt ist, dass Gänseblümchen auf unserem Breitengrad einmal rund um die Erde wachsen, und dass die beste Erntezeit für Wildkräuter von April bis Juni ist. Sie erzählte, dass vom weiß blühenden Baldrian, den die Gruppe am Rande des Kurparksees begutachtete, lediglich die Wurzeln in der Medizin genutzt werden, sprach über die Eigenschaften von Schilf, Sumpfzypresse und Kaugummibaum.

Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von dem informativen Ausflug in die Natur. Sie habe eine Menge dazugelernt, sagt Sigrid Wassermeyer erfreut. Die Bad Schwartauerin zieht in ihrem Garten selbst viele verschiedene Kräuter, die dann auch in der Küche zum Einsatz kommen. Jetzt ist sie dank Sigrid Schumann wieder um ein Rezept reicher: Holunderblüten könne man prima in Teig ausbacken, erzählte die Hobbybotanikerin, „das schmeckt wunderbar“. Das wolle sie natürlich bald ausprobieren, kündigt Sigrid Wassermeyer an. Und sie wird bestimmt nicht die einzige unter den Teilnehmern sein, die demnächst in der Küche experimentiert und Schumachers Tipps testet.

Pflanzen in der Medizin

23 verschiedene Bäume und Sträucher können Interessierte entlang des Medizinpfades auf dem Gelände der Asklepios Klinik kennenlernen.

Umfangreiche Texttafeln geben allgemeine Informationen zu den Pflanzen und erläutern, inwiefern diese bestimmte Krankheiten oder Symptome lindern können.

Der Medizinpfad führt vom Parkhaus rund um das Haus IV, weiter zum Eingang der Holstein Therme, zurück zum Haus III und zum Parkhaus.

„Blüten von

Gänseblümchen kann man rösten und zum Salat essen.“
Sigrid Schumacher

Gert Kayser

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