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Bad Schwartau Küstenlandschaft auf der Leinwand
Lokales Bad Schwartau Küstenlandschaft auf der Leinwand
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19:15 28.01.2016
Zeesenboote, wie man sie am Bodden auf der Halbinsel Darß-Zingst sehen kann, gehören zu den Lieblingsmotiven der Künstlerin.

Seit acht Jahren, seit sie in den vorzeitigen Ruhestand gegangen ist, erfüllt sich Rosemarie Hoffmann ihren Traum: Sich in vollen Zügen der Kunst zu widmen. Wie das aussieht, davon können sich Besucher des Gesundheitszentrums in der Asklepios Klinik in Bad Schwartau ab heute selbst ein Bild machen, denn der Flur davor ist mit rund 30 Werken der Künstlerin bestückt.

„Landschaftliche Ein- und Ausdrücke“ — so lautet das konkrete Thema dieser Ausstellung. Aber es sind nicht irgendwelche Landschaften, die Rosemarie Hoffmann da auf die Leinwand bannt. Nein, es ist die unverfälschte Küstenlandschaft von Mecklenburg-Vorpommern, zu der die 64-Jährige ein fast schon leidenschaftliches Verhältnis hat. „Ich war und bin immer noch so sehr fasziniert von dieser Küste“, gesteht die Künstlerin, „und deswegen ist diese Landschaft ein Motiv, das ich immer wieder male.“

Ein vereister Küstenstreifen, Buhnen, die aus dem Wasser ragen oder idyllisch anmutende Zeesenboote — Rosemarie Hoffmann entdeckt immer wieder etwas Neues — und sei es nur eine andere Perspektive auf die Dinge. Und all das,was sie sieht und empfindet, spachtelt Rosemarie Hoffmann mit Acrylfarbe auf die Leinwand. „Das ist besser als mit dem Pinsel“, sagt sie. Bis ins letzte Detail will die Künstlerin, die in Zierow nahe Wismar lebt, ihre Motive auch gar nicht darstellen. Abstrakt sind ihre Werke aber keineswegs. Aber Rosemarie Hoffmann sagt: „Man muss abstrahieren können und so zum Ausdruck bringen, was einen berührt. Und für den Betrachter muss Raum für Fantasie bleiben.“ Das ist die persönliche Richtschnur für die Mecklenburgerin, die als Gast des Fördervereins für Bildende Kunst Ostholstein in der Asklepios Klinik ausstellen darf.

Mit Kunst hat Rosemarie Hoffmann aber nicht erst vor acht Jahren begonnen, sondern schon vor Jahrzehnten. Sie hat Kunst an der Universität in Greifswald studiert und ist dann Lehrerin geworden. „Ich hatte mein ganzes Leben immer die große Sehnsucht, nur Kunst zu machen“, erinnert sich Rosemarie Hoffmann, „aber ich wusste damals auch, dass man sich das gut überlegen musste, denn die wenigsten können mit Kunst allein so viel verdienen, um davon gut leben zu können.“ Aus diesem Grunde habe sie sich für den „soliden Beruf“ des Lehrers für Kunsterziehung entschieden. Das „Handwerk“ des künstlerischen Kreierens in allen möglichen Formen hat Rosemarie Hoffmann also gelernt. Persönlich am liebsten arbeitet sie mit Acryl- und Ölfarben, fertigt Hoch- und Tiefdrucke an sowie Radierungen.

„Das einzige Problem, das man als Lehrer hat, ist ein Zeitproblem.“ Deswegen habe sie bis zu ihrem Ruhestand gewartet, um sich ihre Sehnsucht nach der Kunst ganz und gar zu erfüllen. Und obwohl sie Kunst studiert hat, bildet sie sich in Kursen und Seminaren immer weiter — am liebsten in dem malerischen Künstlerdorf Ahrenshoop auf der Halbinsel Darß-Zingst. „Die Küste hier auf dieser Halbinsel mag ich am liebsten wegen der Weite und der unverfälschten Natur.“

Bis zum 28. April werden die Impressionen aus Mecklenburg-Vorpommern in der Asklepios Klinik täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen sein. Die Werke sind nicht nur zu bewundern, sondern auch käuflich zu erwerben zu Preisen zwischen 150 und 400 Euro.

„Für den Betrachter muss auch Raum für Fantasie bleiben, deswegen male ich nicht jedes Detail.“
Rosemarie Hoffmann

Doreen Dankert

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