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Bad Schwartau Liedfett brachte Curau zum Beben
Lokales Bad Schwartau Liedfett brachte Curau zum Beben
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18:15 11.06.2016
Liedfett – eine sehr spezielle Band, die eine Mischung aus Punk und HipHop zum Besten gibt.

So etwas hat Curau noch nicht erlebt! Definitiv! Drei Live-Bands im Garten Eden. Open Air am Freitagabend. Vier Stunden Musik in einer Bandbreite von Folk, Rock bis hin zu einer veredelten Mischung aus Punk und HipHop. Dem Verein Cultura Curau ist damit ein Coup gelungen, der Maßstäbe setzt in Sachen Kultur auf dem Land. Den Machern dieses Events ist es gelungen, die Bands VioClavis aus Kiel , die Otten aus Bad Schwartau und Liedfett aus Hamburg ins Boot zu holen. Ausgerechnet Liedfett nach Curau zu holen, gilt dabei schon als Kunststück, denn das Trio tourt gerade durch Deutschland, um in großen Hallen ihr drittes Album mit den typisch liedfettliken knallharten, ehrlichen und deswegen irgendwie auch sympathischen Ihr-könnt-mich-alle-mal-Texten zu präsentieren. Liedfett soll der absolute Höhepunkt des Abends werden – und wird es auch.

Drei Live-Bands sorgten im Garten Eden für ein unvergessliches Erlebnis – Rund 400 Besucher waren dabei.

„Alles läuft nach Plan. Die Atmosphäre ist großartig.“Jan Jensen, Verein Cultura Curau

In Stimmung bringt die rund 400 Konzertbesucher zunächst einmal VioClavis, eine junge Band, die gekonnt schöne Musik spielt und mit folkig-rockigen Rhythmen die Seele zum Lächeln bringt – nicht zuletzt wegen ihres Geigenspielers in ihren Reihen. VioClavis steht für ein harmonisches sanftes Warm up. So ist es gewollt von den Machern dieses Events.

Die Otten als zweiter Akteur auf der Bühne lassen dann mit härteren Beats und Bässen den Stimmungspegel des Publikums schon langsam steigen, denn auf Liedfett muss man vorbereitet sein.

Jan Jensen vom Verein Cultura Curau führt souverän als Moderator durch den Abend. „Wer jetzt noch weiter hinten steht, kann gern mal ein bisschen weiter nach vorne kommen“, so Jensen bei der Ankündigung der Otten als „ersten großen Haupt-Act“. „Jetzt kommt Musik, bei der ihr so richtig schön abzappeln könnt.“ Jensen, selbst Musiker, kennt sich aus. Ihm ist es auch gelungen, als Überraschung und Abschiedsgeschenk als erster Vorsitzender des Vereins Cultura Curau Liedfett in dieses Dorf zu holen.

Mit bewährt guter Rockmusik und Songs von Jimmy Hendrix zaubern die Otten einen Hauch von Woodstock in Curau. Eine Stunde lang lassen die Otten den Stimmungspegel kontinuierlich steigen. „Alles läuft nach Plan“, sagt Jensen. Für ihn und seine vielen Mitstreiter vom Verein und Helfern von der Feuerwehr Curau bedeutet der Abend viel Stress. Überall nach dem Rechten schauen, gucken, dass alles läuft. Und es läuft. An alles ist gedacht. Natürlich auch an Snacks und Getränke – und an die Sicherheit. Sechs Security-Männer sind vor Ort – eine Auflage vom Ordnungsamt. „Sicherheit ist wichtig“, sagt Ordnungsamtschef Michel Henk, „wir wollen ja, dass das hier alles friedlich abläuft.“

Zu später Stunde ist es soweit: die Superstars des Abends betreten die Bühne. Plötzlich rücken die Konzertbesucher bis zur Bühne vor, die Hardcore-Fans wollen auf Tuchfühlung gehen und werden vom Liedfett-Frontmann Daniel Michel, der sich vorab schon mal mit einer Flasche Rotwein und ähnlichen Flüssigkeiten gestärkt hat, liedfettgetreu und lautstark begrüßt: „Schön hier in der Provinz zu sein, Curau asozial!“ Und für die, die ihren Ohren nicht trauen, wiederholt der Sänger „Curau asozial“ noch ein paarmal. Provokation bis zur Schmerzgrenze – dafür wird Liedfett geliebt. Das Publikum staunt, aber keine Buh-Rufe. Nein. Als der Frontmann nach einem Erfrischungsgetränk verlangt, reicht man ihm ein Bier auf die Bühne. Genau das ist die Antwort auf die Frage, wie cool die Curauer sind. Und dann geht so richtig die Post ab. Abrocken bis Mitternacht. Curau bebt. Immerhin – Daniel Michel hält durch. Mächtiger Applaus für Liedfett – und eine bleibende Erinnerung für die Konzertbesucher. Das hat Curau wirklich noch nicht erlebt! Definitiv!

Doreen Dankert

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