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Bad Schwartau Lutz Kleinfeldt zum Abschied mit Ansgarkreuz überrascht
Lokales Bad Schwartau Lutz Kleinfeldt zum Abschied mit Ansgarkreuz überrascht
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19:12 23.01.2017
Lutz Kleinfeldt (56) freut sich über die überraschende Auszeichnung mit dem Ansgarkreuz durch Pastorin Anne Rahe, Propst Peter Barz und Pastorin Gesa Paschen (rechts). Kleinfeldt: „Die Arbeit im Kirchengemeinderat war ein guter Kontrapunkt zu meinem Berufsleben.“ Quelle: Fotos: Prey

Alle haben dicht gehalten, keiner hat geplaudert. Lutz Kleinfeldt ist nach über 20 Jahren im Kirchengemeinderat von St. Martin nicht einfach so aus seinem Amt ausgeschieden. Im Rahmen des Gottesdienstes zur Verabschiedung und Einführung des Kirchengemeinderates (KGR) wurde der 56-Jährige von Propst Peter Barz mit dem Ansgarkreuz ausgezeichnet. „Eine absolute Überraschung“, sagte Kleinfeldt und ergänzte bescheiden: „Die Auszeichnung hätten andere in der Gemeinde ebenso verdient.“

Mehr als 20 Jahre war der Unternehmer im Kirchengemeinderat aktiv.

Auch die Pastorinnen Anne Rahe und Gesa Paschen hätten gerne weitere Gemeindeglieder mit der Auszeichnung bedacht. Doch das Ansgarkreuz darf in jeder Gemeinde nur einmal im Jahr verliehen werden.

„Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Auszeichnung soll ja etwas Besonderes bleiben“, sagte Propst Peter Barz.

Mit der Kirchengemeinde St. Martin Cleverbrück ist Lutz Kleinfeldt von Kindesbeinen an eng verbunden. „Ich gehörte zur ersten Kindergarten-Generation“, berichtet Kleinfeldt, der nicht nur in der Gemeinde aufgewachsen ist, sondern die auch mitgestaltet hat. Er gehörte zu den Mitgründern des Posaunenchors, in dem er mehr als zehn Jahre lang musizierte. Mit 36 Jahren als selbstständiger Unternehmer wurde er Mitglied des Kirchengemeinderates. Das war im Dezember 1996. „Als stellvertretender KGR-Vorsitzender und Personalausschuss-Vorsitzender hat er die St. Martinsgemeinde mit seinen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und seinen Erfahrungen im Umgang mit Mitarbeitern in schwierigen Finanz- und Personalfragen gleichermaßen kompetent wie empathisch beraten und unterstützt. Ein großes Anliegen war und ist ihm die Erhaltung der Bausubstanz und einer hochwertigen Kirchenmusik. Er hat sich zudem großzügig als Mäzen betätigt und seine vielseitigen Kontakte als Lübecker Kaufmann zum Wohle unserer Gemeinde eingesetzt“, hob Pastorin Rahe in ihrer Laudatio hervor. Kleinfeldt war zudem Unterstützer des Zusammenschlusses der drei evangelischen KiTas zu einer „Gemeinnützigen Kindertagesstätten-GmbH in Bad Schwartau“, die sich nicht nur etabliert hat, sondern auch betriebswirtschaftlich hervorragend geführt wird. Doch Lutz Kleinfeldt, der sich selbst nicht als streng gläubig bezeichnet, hat sich aber nicht nur als Macher und Organisator verdient gemacht. Pastorin Rahe: „Auch für kleinste Probleme hat er ein Ohr und unterbreitet konstruktive Vorschläge. Er nimmt Anteil am Ergehen erkrankter Mitarbeiterinnen und an Krisen von Gemeindegliedern.“

Zur kraftvollen Musik von Pauke, Trompete und Orgel waren zuvor der neu gewählte Kirchengemeinderat mit den Pastorinnen Rahe und Paschen sowie Propst Barz in St. Martin eingezogen. In seiner Predigt ging der Propst passend zur Amtseinführung des KGR auf das Thema Neustart ein. Er spannte dabei den Bogen zwischen Donald Trump („Diesen Neustart möchte ich nicht“), der biblischen Geschichte der Frau am Jakobsbrunnen, dem Reformations-Geburtstag, einer Stern-Titelgeschichte „Sieben Geheimnisse eines gelungenen Lebens“ sowie dem Beginn der neuen Amtszeit des KGR. „Andere Menschen glücklich zu machen, ist erfüllend. Die Kirchengemeinde ist der ideale Ort dafür“, sagte Propst Barz und machte den zwölf Frauen und Männern Mut für die neue Amtszeit.

Kleine Nadel

Das Ansgarkreuz wurde 1994 von der nordelbischen Kirchenleitung als Dankzeichen gestiftet. Mit ihm werden Gemeindemitglieder gewürdigt, die sich durch großen persönlichen Einsatz in ihrer Gemeinde oder in Diensten und Werken der Kirche ausgezeichnet haben. Es kann aufgrund ehrenamtlicher wie hauptamtlicher Tätigkeit verliehen werden. Auch ein christliches Engagement außerhalb des kirchlichen Bereichs kann bedacht werden. Die Verleihung des Ansgarkreuzes wird auf Vorschlag des Kirchenvorstandes im Kirchenkreisvorstand beschlossen. Es soll in der Regel erst nach einer langjährigen Tätigkeit und pro Gemeinde nicht öfter als einmal jährlich verliehen werden. In der Cleverbrücker Kirchengmeinde St. Martin wurden bislang Gertrud Lävemann und Asmus Beckmann mit der kleinen, violetten Nadel bedacht.

Sebastian Prey

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