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Bad Schwartau Messe zur Berufsorientierung: Betriebe aus der Region stellen sich vor
Lokales Bad Schwartau Messe zur Berufsorientierung: Betriebe aus der Region stellen sich vor
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23:59 08.11.2013
Axel Frieb-Preis organisiert die Messe für die ESG. Quelle: Binder
Bad Schwartau

Industriekaufmann oder Chemielaborant, Bäcker oder Altenpfleger, Bootsbauer oder Pferdewirt - bei der Berufsorientierungsmesse an der Elisabeth- Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG) können sich junge Menschen über die verschiedensten Berufe informieren. Rund 35 Unternehmen aus der Region stellen dort am kommenden Montag, 11. November, ihr Angebot an Ausbildungsplätzen vor. Erwartet werden etwa 1500 Schüler von sechs Schulen im Kreis Ostholstein.

Für die ESG ist es eine Premiere: „Wir richten die Messe in dieser Form zum ersten Mal aus“, sagt Mittelstufenleiter Axel Frieb- Preis (47), der an der Schule für das Thema Berufsorientierung zuständig ist. 2010 wurde die letzte Schau dieser Art durchgeführt — damals noch als schulinterne Veranstaltung, in einem entsprechend kleineren Rahmen. Ein Jahr später schloss sich die ESG dem Verbund Ostholsteiner Schulen an, die aus der Vorstellung verschiedener Berufszweige eine gemeinsame Veranstaltung machen: die „Berufsorientierungsschau an Schulen“ (oder kurz: Boss).

Vertreter der einzelnen Einrichtungen organisieren die Messe zusammen, die Schulen wechseln sich als Gastgeber ab. 2010 startete das Projekt mit damals vier Schulen, inzwischen sind es sechs: Neben der ESG dabei sind die Cesar-Klein-Schule in Ratekau, die Grund- und Regionalschule (GR) Strand in Timmendorfer Strand, die Gemeinschaftsschule Stockelsdorf, die Gemeinschaftsschule Pönitz und die Schule Arnesboken in Ahrensbök.

Der Zusammenschluss der Schulen berge viele Vorteile, erzählt Axel Frieb-Preis. Zum einen werde dadurch die Organisation erleichtert: „Wir können das Ganze jetzt auf viele Schultern verteilen.“ Zum anderen sei es für die große Messe einfacher, Aussteller zu finden: „Die Betriebe sagen jetzt viel lieber zu“, zieht Frieb-Preis Bilanz, „sie können schließlich mit ihrer Präsentation auf einen Schlag viel mehr junge Menschen aus der gesamten Region erreichen.“ Denn nicht nur die Schüler hätten einen Gewinn von der Veranstaltung, betont der Organisator, auch für die Firmen lohne sich die Teilnahme: Für sie sei die Messe eine gute Möglichkeit, Nachwuchskräfte zu werben.

Entsprechend ist die Resonanz der Unternehmen positiv: Sowohl kleine Betriebe als auch große, über die Region hinaus bekannte Firmen haben ihre Teilnahme zugesagt. Zum Beispiel präsentieren sich die Spedition Sengelmann (Ratekau) und die Bad Schwartauer Garten- und Landschaftsbaufirma Grüne Oase genauso wie die Schwartauer Werke und Dräger. Ebenfalls mit dabei sind unter anderem die Landespolizei, der Zweckverband Ostholstein (ZVO) und auch die Bundesagentur für Arbeit. Entsprechend groß ist die Zahl der vorgestellten Arbeitsfelder — allein beim Bugenhagen Berufsbildungswerk Timmendorfer Strand können sich die Schüler beispielsweise über gleich 57 Ausbildungsberufe informieren.

Axel Frieb-Preis freut sich über die Mischung von kleinen und großen Unternehmen; dadurch seien Lokalkolorit und Vielfältigkeit gleichermaßen gewährleistet. Er ist zuversichtlich, dass die Boss-Premiere an der ESG ein Erfolg wird — auch, wenn er schon ein wenig aufgeregt sei, wie er zugibt: „Die Organisation ist diesmal ein bisschen leichter, die Anspannung ein bisschen größer“, sagt er schmunzelnd. Schließlich „kommen ja hoffentlich ganz viele Gäste — da soll natürlich alles klappen“.

Schüler aller Schulen willkommen
2010 wurde die erste gemeinsame „Berufsorientierungsschau an Schulen“ in Timmendorfer Strand ausgerichtet. Inzwischen beteiligen sich sechs Schulen aus Ostholstein an der Veranstaltung. Ausrichter ist dieses Jahr die ESG. Los geht‘s am Montag, 11. November, um 16 Uhr in der Mensa und der Krummlandhalle. Um 19.30 Uhr bauen die Betriebe ihre Stände wieder ab. Willkommen sind auch Schüler von Schulen, die nicht mit im Verbund sind, sowie Eltern. Der Eintritt ist frei. Alle Besucher werden gebeten, für die Anreise öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Jennifer Binder

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