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Bad Schwartau Buchholz: Weitgehende Einigung beim Bahn-Lärmschutz in Ostholstein
Lokales Bad Schwartau Buchholz: Weitgehende Einigung beim Bahn-Lärmschutz in Ostholstein
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20:00 10.04.2019
Der Bahnübergang an der Kaltenhöfer Straße in Bad Schwartau soll im Zuge der Hinterlandanbindung mit einem Brückenbauwerk entschärft werden. Quelle: Irene Burow
Berlin/Bad Schwartau

Im Tauziehen um zusätzlichen Lärmschutz bei der Hinterlandanbindung der Bahn an den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel gerät die Stadt Bad Schwartau weiter unter Druck. Laut Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz gibt es weitere Fortschritte.

Wie der FDP-Politiker am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte, hat das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung einen Kompromissvorschlag für den Bahnübergang in Bad Schwartau in ein sogenanntes Akzeptanzpapier übernommen. Dieses sei am Mittwoch bei einem Treffen in der dänischen Botschaft in Berlin an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann übergeben worden.

Bad Schwartaus Bürgermeister überrascht

Damit solle sich nun der Bundestag befassen, um über Lärmschutzmaßnahmen zu entscheiden, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Bad Schwartaus Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) zeigt sich von dem Übergabe-Termin in Berlin überrascht. „Ich bin schon sehr erstaunt. Von diesem Termin hatte ich ich keine Kenntnis“, sagte Brinkmann, der befürchtet, dass dieses Vorgehen aber einer allgemeinen Akzeptanz in der Region eher abträglich sei.

Die Bahn will zwischen Lübeck und Puttgarden eine zweigleisige Strecke bauen und angesichts der Badeorte an der Lübecker Bucht umfangreich in Lärmschutz investieren. Buchholz schätzt die Kosten für zusätzliche Maßnahmen auf 450 bis 500 Millionen Euro. Als Knackpunkt hat sich in den letzten Monaten die Ortsdurchfahrt in Bad Schwartau herausgestellt.

Stadt fordert sieben Meter tiefen Trog

Die Stadt fordert einen sieben Meter tiefen Trog als Lärmschutz. Doch diese Variante fand bislang keine Akzeptanz bei Bahn und Land. Nach drei Mediatoren-Gesprächen unter der Federführung von Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) und Christoph Jessen vom Dialogforum wird nun eine Troglösung mit einer Tiefe von 3,20 Meter favorisiert. Zudem soll die Kreuzung Kaltenhöfer Straße laut den Planungen mit einem Brückenbauwerk in einer Höhe von 3,80 Meter erfolgen. Diese Variante, auf welche sich das Dialogforum, der Kreis Ostholstein und das Land mit der Bahn in Sachen Bad Schwartau geeinigt haben sollen, steht nun auch im überreichten Akzeptanzpapier. Die Stadt Bad Schwartau hingegen will diesen Vorschlag zunächst noch ausgiebig prüfen. Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos) bezeichnet diesen Kompromiss-Vorschlag nach wie vor als „nicht entscheidungsreif“. Nach LN-Informationen wird Brinkmann am Donnerstag in Sachen Hinterlandanbindung selbst Termine in Berlin haben.

dpa/sep

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