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Bad Schwartau Mit Steffi Graf auf dem Court
Lokales Bad Schwartau Mit Steffi Graf auf dem Court
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21:20 06.07.2013
Von Sebastian Prey
Marion Benthien (49) hat auch einige Erinnerungsfotos auf ihrem heimischen Computer. Quelle: Foto: Sebastian Prey

Diesen Tag wird Marion Benthien nicht so schnell vergessen. Die Stockelsdorferin traf jetzt ihr Sportidol Steffi Graf auf der Tennisanlage des Düsseldorfer Rochusclubs.

„Das war schon ein tolles Erlebnis“, sagt die 49-Jährige, die dann für einen kurzen Augenblick auch ein wenig weiche Knie bekommt. Grund: Sie durfte mit Steffi Graf eine kleine Trainingseinheit auf dem Platz hinlegen. Das Problem: Marion Benthien hat noch nie zuvor Tennis gespielt und um den Platz herum waren ganz viele Fernsehkameras und Fotografen im Einsatz. „Da habe ich mir gedacht: Was tust du dir hier eigentlich an“, erzählt Marion Benthien. Doch die anfängliche Nervosität war schnell verflogen. „Steffi hatte mit meinen nicht vorhandenen Tenniskünsten gar kein Problem. Die ist so normal und überhaupt nicht abgehoben.“ Und so ganz schlecht hat sich Marion Benthien dann auch auf dem Platz nicht bewegt. „Ballgefühl habe ich ja“, so die Stockelsdorferin, die in ihrer Jugend zehn Jahre Badminton als Leistungssport beim VfB Lübeck betrieb. Ihre sportliche Herkunft konnte sie dann auch auf dem Platz nicht ganz verheimlichen. „Hau nicht so doll auf den Ball! Du bist hier nicht beim Badminton“, lautete dann auch gleich der erste Tipp der Tennis-Ikone.

Marion Benthien hatte an einem Gewinnspiel der Marke Teekanne aus einer Laune heraus teilgenommen. „Ich mochte Steffi Graf schon immer gerne, habe sie bewundert und bei ihren Spielen am Fernseher mitgefiebert“, berichtet die gelernte Einzelhandelskauffrau. Dass sie tatsächlich eine Trainingseinheit mit Steffi Graf gewinnt, daran hat die 49-Jährige nicht ernsthaft geglaubt. Doch das Glück meinte es gut mit ihr. Gemeinsam mit fünf weiteren Gewinnern, die allesamt über Tenniserfahrung verfügen, durfte sie jetzt nach Düsseldorf zu einem PR-Termin mit Steffi Graf reisen. Vor dem Treffen mit Steffi Graf wurden die Teilnehmer noch von einem Trainer ein wenig fit gemacht in Sachen richtige Schlägerhaltung, Bewegungsabläufe und Grundschlagarten. Das hat sich bei Marion Benthien auf alle Fälle ausgezahlt, denn ein Punkt wird ihr für immer in Erinnerung bleiben. „Einen Ball habe ich so perfekt getroffen, dass der Ball an Steffi vorbeirauschte“, berichtet Marion Benthien mit einem Augenzwinkern.

Doch das Duell auf dem Platz war nicht das größte Erlebnis. „Nach dem gemeinsamen Essen bin ich einfach auf sie zugegangen und habe mich kurz mit ihr über ihr Leben in den Staaten und eine mögliche Rückkehr nach Deutschland unterhalten.“ Ein Manager habe Steffi dann woanders hinbringen wollen. Doch die Gräfin sagte sinngemäß nur: „Du siehst doch, dass ich mich jetzt unterhalte.“ Noch ein Grund mehr für Marion Benthien, Steffi Graf zu bewundern. „Diese Frau ist einfach klasse.“

Rekordhalterin

22 Grand-Slam-Turniere hat Stefanie Graf in ihrer Karriere gewonnen. 377 Wochen lang führte sie auch als Nummer eins die Tennis-Weltrangliste an. Die gebürtige Mannheimerin schrieb 1988 Tennis-Geschichte.

Sie holte bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille und gewann zudem im selben Jahr alle vier Grand-Slam-Turniere, damit war und ist sie die erste Spielerin, die jemals einen Golden- Slam gewinnen konnte. Insgesamt erspielte Steffi Graf in ihrer Karriere ein Preisgeld von rund 21 Millionen Euro. 1999 trat die heute 44-Jährige vom Profisport zurück. Auch abseits des Sports ist Steffi Graf ein Vorbild: Schon 1984 trat sie als Botschafterin dem World Wildlife Fund (WWF) bei, 1998 gründete sie die Stiftung „Children for Tomorrow“ — eine Stiftung, die notleidenden Kindern der Dritten Welt hilft, ihre traumatischen Erlebnisse seelisch zu verarbeiten. Seit 2001 ist die Tennis-Ikone und Mutter von zwei Kindern (11 und 9 Jahre) mit dem Ex-Tennisprofi Andre Agassi verheiratet.

Sebastian Prey

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