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Bad Schwartau Mit dem Tunnelblick zum Sieg: 17-Jähriger holt Titel
Lokales Bad Schwartau Mit dem Tunnelblick zum Sieg: 17-Jähriger holt Titel
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21:18 06.09.2016
Letzter Putt zum Sieg: Matthes Grundmann (r.) ist Herren-Clubmeister. Vize-Meister ist Torben Denker (l.). Markus Garre wurde Fünfter. Quelle: DD
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Curau

Für die Mitglieder ist es das Turnier der Turniere. Einmal im Jahr stehen bei jedem Golfclub in Deutschland die Clubmeisterschaften an. So wie jetzt auf dem 18-Loch-Platz des 850 Mitglieder starken Vereins in Curau. Dabei triumphierte mit dem 17-jährigen Mattes Grundmann bei den Herren ein echter Youngster.

70 Spieler haben bei der Meisterschaft vollen Einsatz gezeigt. Zwei Tage am Stück – immer die volle Distanz. In der Offenen Klasse der Damen und Herren sogar zweimal die volle Distanz an einem Tag, also 36 Löcher. Das sind 20 Kilometer zu Fuß und zehn Stunden reine Spielzeit. Und am Finaltag darauf kommen noch einmal 18 Löcher und zehn Kilometer dazu. Gespielt wird jedes Loch bis zum bitteren Ende. Wer einen Ball verliert, muss einen neuen aus der Tasche holen und weitermachen – und kassiert für den verlorenen Ball eine Strafe. So sind die Regeln. Wer am Ende die wenigsten Schläge hat, ist der Meister. Und es war spannend – ganz besonders bei den Herren in der Offenen Klasse. Mit satten fünf Schlägen Vorsprung hat schließlich der 17-jährige Mattes Grundmann (82/74/81) den Sack auf der dritten Runde zugemacht und den 44-jährigen Torben Denker (73/83/86) auf Platz zwei verwiesen.

Mattes Grundmann ist neben dem Titelverteidiger Fabian Heuer, der in diesem Jahr nicht spielen konnte, der jüngste Clubmeister in Curau. Bei seinem ersten Titel war Heuer ebenfalls 17 Jahre alt. Dass es 2016 ein Kampf zwischen Grundmann, der erst seit gut drei Jahren golft, und dem sehr erfahrenen Denker geben würde, zeichnete sich bereits am Ende des ersten Turniertags ab: Gleichstand.

Jeder wusste, er muss alles geben in der Finalrunde – und die Nerven behalten. Ruhig und gelassen bleiben – besonders dann, wenn etwas misslingt – das gilt beim Golfen als der Schlüssel zum Erfolg.

Und es wurde ein Krimi. Nach den ersten neun Löchern der dritten Runde hatte Torben Denker mit einem Schlag weniger die Nase vorn. Grundmann und Denker schenkten sich nichts. „Ich habe sehr schlecht geputtet in dieser Runde, aber sonst ganz gut gespielt“, so Grundmann später. Eigentlich bedeutet ein Drei-Putt auf diesem hohen Niveau, dass sich gerade eine Katastrophe anbahnt. „Und ich hatte viele Drei-Putts an diesem Tag.“ Aber offenbar auch starke Nerven.

Die Entscheidung zwischen Grundmann und Denker fiel auf den Bahnen 12 bis 15. Was zählt mehr? Erfahrung oder bessere Nerven? Grundmann ist im Club bekannt dafür, in Turnieren einen Tunnelblick zu entwickeln. Im Endspurt konnte sich der Teenager Schlag für Schlag vor Denker schieben. Grundmanns Devise: „Cool bleiben!“ Erfahrung allein sei eben nicht alles... Erfahrung setzte sich aber in der Damen-Klasse durch. Lena Mardfeldt (80/81/82) ist die alte und neue Clubmeisterin. Die 26-Jährige hat ihren Titel zum wiederholten Male souverän verteidigt. Rang zwei sicherte sich die 17-jährige Laura Reimers (87/96/91) mit ihrem Debüt in der Offenen Klasse.

Bei den Seniorinnen konnte Petra Misselhorn (57) ihren Titel erfolgreich verteidigen und lag mit 14 Schlägen vor Vize-Meisterin Lidia Heuer (57). Knapper war es dagegen bei den Senioren. Nur vier Schläge trennen den Senioren-Clubmeister Holger Mardfeldt (54 J., 166 Schläge) von Vize Gerd Rietig (59 J., 170 Schläge).

Voll gefordert waren bei den Clubmeisterschaften allerdings auch die Damen im Büro, die am ersten Spieltag mal eben locker einen 15-Stunden-Tag zu wuppen hatten. Denn die ersten Spieler starteten bereits um 7.30 Uhr, die letzten lochten erst um 19.37 Uhr nach der zweiten Runde auf dem Grün der Bahn 18 ein.

Doreen Dankert

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