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Bad Schwartau Mittsommernacht auf dem Pariner Berg
Lokales Bad Schwartau Mittsommernacht auf dem Pariner Berg
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22:21 24.06.2013
Die Ostseevolkstanzgruppe Lübeck zeigte bei der Feier ihr Können — und animierte so auch die Gäste zum Mittanzen. Quelle: Foto: Kayser

Mit einem Sonnwendfeuer, Tanz und musikalischen Darbietungen wurde auf dem Pariner Berg die Mittsommernacht begangen. Organisiert hatte die Feier die Religionsgemeinschaft Deutsche Unitarier aus Lübeck und Schleswig-Holstein. Unter den Besuchern waren aber auch viele Menschen anderer Glaubensrichtungen, die der Einladung ebenfalls gern gefolgt sind.

Hauke Möllers, der stellvertretende Gemeindeleiter Lübeck, freute sich über die vielen Mitglieder und Gäste, die das abendliche Fest gemeinsam genossen. Ums Feuer herum wurde geplaudert, getrunken und gegessen. Später wagten viele Gäste außerdem noch ein Tänzchen. In die richtige Stimmung versetzt hatte sie die Ostseevolkstanzgruppe Lübeck mit ihren Darbietungen: Die Mitglieder zeigten verschiedene Volkstänze auf dem Hof der Gaststätte und begeisterten damit das Publikum.

Dorothea Kaufmann von den Unitariern aus dem Rheinland erläuterte in ihrer Ansprache noch einmal den Anlass der Feier. Sie erklärte, welche Bedeutung die Sommersonnenwende für die Menschen hat, was zu diesem Zeitpunkt eigentlich genau passiert und weshalb das Ereignis überhaupt gefeiert wird.

Die Verehrung der Sonne und des wiederkehrenden Lichts gingen weit zurück, so Dorothea Kaufmann, auf Traditionen prähistorischer Zeit. Schon an steinzeitlichen Kultstätten wie Stonehenge sei der Zeitpunkt der Sommersonnenwende anhand der Auf- und Untergangspunkte der Sonne erfasst worden. Auch die Himmelsscheibe von Nebra aus der Bronzezeit dokumentiere das astronomische Ereignis.

Als Unitarierin fühle sie sich „eingebunden in die Welt“, sagte Kaufmann, „ich fühle mich als Teil eines größeren Ganzen, verbunden mit dem Leben um mich herum“. Das Bewusstsein dafür sei nicht immer gleich stark; es könne in der Liebe zu einem anderen Menschen aufflammen oder auch in der Verbundenheit zu einem Tier oder einer Pflanze spürbar werden. „Der viel zitierte Blick in den gestirnten Himmel lässt mich staunen und fühlen, wie klein ich bin“, so Kaufmann.

Im Alltag werde dieses Gefühl oft als selbstverständlich hingenommen und nicht bewusst erfahren. Gerade deshalb sei es schön, das Mittsommerfest gemeinsam zu begehen, so Möllers, und einem „Moment des Innehaltens“ beizuwohnen. Bei solchen Gelegenheiten erschienen die eigenen Sorgen weniger schwer — sie rückten „in Betrachtung dieses solaren Ereignisses“ in den Hintergrund.

gk

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