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Bad Schwartau Nachwuchs-Imker am Leibniz betreuen sieben Bienenvölker
Lokales Bad Schwartau Nachwuchs-Imker am Leibniz betreuen sieben Bienenvölker
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21:04 14.06.2016
Diese Nachwuchs-Imker vom Leibniz-Gymnasium nehmen mit Silvia Lehrer (hinten Mitte) am Projekt Sommerbiene für Schulen teil. Quelle: Fotos: S. Prey

 14 Mädchen und Jungen des Gymnasiums haben gemeinsam mit ihrer Lehrerin Silvia Lehrer tatkräftig mitangepackt. Die Gruppe der Nachwuchsimker ist eine von insgesamt sieben im ganzen Land, die an dem Schulprojekt Sommerbiene des Landesverbands Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V. teilnimmt.

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Mit dem Einzug der Bienen beginnt nach viel Theorie für die Schüler der praktische Teil.

Die beigen Overalls sitzen, auch die Kopfbedeckungen mit Schleier geben den Schülern ein gutes Gefühl. „Es ist gut, dass es endlich losgeht. Neun Monate Theorie sind genug“, sagt auch Biologielehrerin Silvia Lehrer, die sich zunächst nur privat für die Imkerei interessiert hat und dabei auf das Schulbienen-Projekt gestoßen ist. „Die Schüler haben jetzt lange durchgehalten und wissen jetzt praktisch alles über Bienen“, berichtet die 40-Jährige, die persönlich sieben Schwarmkästen mit jeweils einer Königin und 700 Gramm Bienen aus der Imkerschule in Bad Segeberg abgeholt hat, um sie jetzt zumindest bis zu den Sommerferien auf dem Schulgelände zu beheimaten.

„Ein wenig aufgeregt bin ich schon“, sagt Solveig (12), die gemeinsam mit Daniela (13) die Beuten vorbereitet, damit beim Umzug auch nichts schief geht. Ihre Mitstreiter bringen nun die kleinen Bienenschwarmkästen mit. Bevor die Kästen geöffnet werden, wird der gesonderte Käfig der Königin in der Beute platziert. Hans (12) macht das ganz routiniert. „Das kenne ich schon. Meine Mutter ist auch Imkerin“, verrät Hans, der entsprechend auch gar keine Angst vor den Insekten hat. Carl darf den Schwarmkasten sogleich einmal kräftig auf den Boden aufschlagen, damit der Schwarm sich aus dem Kasten löst und nun vorsichtig auf dem Einflugbrett ausgekippt werden kann. Die meisten Bienen bleiben dicht an dicht. Einige fliegen etwas aufgeregter um die Schüler herum. Bei den Nachwuchs-Imkern kommt aber keine Hektik auf. „Das sieht sehr gut aus“, lobt Imker Hans-Joachim Redöhl, der den Bienenstandort mit den Schülern ausgesucht hat und die Gruppe auch bei allen Fragen unterstützt.

Unterstützung bekommt das Leibniz-Gymnasium auch von den Schwartauer Werken, die das Schulprojekt sponsern. Beobachtet wird der Einzug der Bienvölker auch von einigen Eltern, die aber lieber etwas mehr Abstand halten als ihre Kinder und Anke Last. „Wenn die Biene sticht, ist es eigentlich ein Kuss“, sagt die Landesvorsitzende des Imkervereins mit einem Lächeln. Sie hofft, dass sich das Leibniz-Gymnasium am Ende des auf drei Jahre ausgelegten Projekts sogar für eine Schulimkerei entscheidet.

 Sebastian Prey

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