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Bad Schwartau Neue Fachräume für die ESG kosten 3,7 Millionen Euro
Lokales Bad Schwartau Neue Fachräume für die ESG kosten 3,7 Millionen Euro
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23:23 26.09.2013
Schulleiter Torsten Hardt unterrichtet auch Chemie. „Dieser Raum ist absolut nicht mehr zeitgemäß“, so der 44-Jährige. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

In der Lehrküche löst sich der Fußboden, an den Wänden platzen die Kacheln ab und das Inventar versprüht 80-er Jahre Charme. Auch in den Stockwerken darüber sieht es nicht besser aus. Im Gegenteil: Dort gibt es sogar Probleme mit der Statik. Die Decke im Chemieraum biegt sich leicht durch. Auch Belüftung und Beleuchtung sind alles andere als zeitgemäß. „Es ist schon teilweise bedenklich“, sagt Schulleiter Torsten Hardt. Entsprechend steht die Sanierung des Fachraumtraktes an der ESG ganz oben auf der To-Do-Liste. Die Verwaltung hat bereits rund 700 000 Euro für diese Maßnahmen bereitgestellt. Doch mit dieser Summe ist es bei weitem nicht getan. Allein die Sanierung im Bestand kostet rund 2,2 Millionen Euro. Ein Teilabriss des Gebäudes und ein zeitgemäßer Neubau sogar 3,7 Millionen Euro. Die Neubau-Variante wird von Seiten der Verwaltung dennoch favorisiert. Gründe: Dadurch wäre die ESG für die nächsten 20 Jahre gut aufgestellt und auch energetisch auf dem modernsten Stand.

Die Summe sorgte natürlich auch jetzt für Diskussionen im Ausschuss für Bildung und Jugend der Stadt Bad Schwartau. „Wir sind überhaupt nicht begeistert von der Entwicklung“, erklärte Ellen Brümmer von der CDU. Auch Hans-Peter Pahlke (SPD) und Michael Neese (WBS) zeigten sich ob dieser Summe alles andere als angetan. „Wir sollten aber die Synergieeffekte eines Neubaus nutzen“, so Pahlke. Neese empfahl zudem, den Kostenvoranschlag aus dem Architekturbüro Zeschke &Witaszak noch einmal auf Einsparungspotentiale vom Finanz- und Bauausschuss überprüfen zu lassen. Mit dieser Ergänzung schloss sich der Aussschuss dann auch einstimmig mit einer Neubau-Empfehlung an.

Auch aus Sicht von Schulleiter Hardt wird ein Neubau und eine Neuordnung der Räume favorisiert. Durch den Einbau eines Fahrstuhls sowie einer Zugangsrampe wäre das Gebäude dann auch barrierefrei zugänglich. „Bei einer Sanierung im Bestand müssten zudem zwei Stützpfeiler in den Chemieraum gesetzt werden. Das geht überhaupt nicht“, so Hardt. Auch aus energetischer Sicht sei eine Neubau-Variante zu begrüßen. Vorgesehen sind unter anderem eine Präsenzsteuerung bei Beleuchtung, Belüftung und Heizung. Mit dem Teilabriss des Gebäudes, das zwischen Verwaltungs- und Klassenzimmertrakt liegt, könnte aus Sicht des Planungsbüros im Juli nächsten Jahres begonnen werden. „Die Planungen sind in der Tat schon sehr weit fortgeschritten, so dass eine zügige Umsetzung möglich wäre“, so Kerstin Manigel aus dem Bauamt. Der Neubau könnte dann im August 2015 fertig sein.

Für die ESG bleibt das nicht ohne Folgen. „Wir müssten praktisch ein Schuljahr ohne unsere Fachräume auskommen, aber dafür sind wir dann langfristig für die Zukunft gut aufgestellt. Schule ist schließlich auch ein nicht unerheblicher Standortfaktor“, so Schulleiter Hardt, der hofft, dass er in der Umbauzeit zumindest bei der Lehrküche mit anderen Schulen kooperieren kann.

Die Schule
650 Schüler besuchen die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG). Sie werden von 50 Lehrern unterrichtet. Die Verschmelzung von Haupt- und Real- zur Gemeinschaftsschule wurde zum Schuljahr 2009/2010 vollzogen. An der ESG kann man den Hauptschulabschluss, die Mittlerer Reife und den Übergang in die gymnasiale Oberstufe erlangen.

Sebastian Prey

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