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Bad Schwartau Neue Hoffnung für Windräder: 15-Kilometer-Radius entfällt
Lokales Bad Schwartau Neue Hoffnung für Windräder: 15-Kilometer-Radius entfällt
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18:22 12.12.2015
Sechs mächtige Windkraftanlagen bei Obernwohlde sind montiert — ähnliche Anlagen könnten bald in diesem Windpark hinzukommen. Quelle: Dreu

Es ist zwar noch nicht Weihnachten, aber die Gemeinde Stockelsdorf hat ihr Geschenk schon bekommen: Das Thema 15-Kilometer-Schutzradius um Flugsicherungsanlagen ist vom Tisch. Nicola Kabel, Sprecherin des Kieler Energiewendeministeriums, hat bekannt gegeben, dass die Deutsche Flugsicherung (DFS) ihre Ersatzanlage für das im Sommer in Klein Parin abgerissene Drehfunkfeuer jetzt in der Gemeinde Seedorf im Kreis Segeberg bauen will. Und das bedeutet, dass die bislang noch auf Eis gelegten 14 Windkraftanlagen im Windpark Obernwohlde nicht mehr in diesen Schutzradius fallen. „Wir sind sehr glücklich über diese Entscheidung“, erklärt Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann. „Die Nachricht kam quasi in letzter Minute kurz vor dem Stichtag, als eigentlich die endgültige Ablehnung für die Windkraftpläne durch die Flugsicherung ausgesprochen werden sollte. Und jetzt hat sich dieses Problem ganz plötzlich aufgelöst.“

Vor fünf Jahren wurden die Stockelsdorfer Windkraftpläne zu Papier gebracht, Eignungsflächen gesucht, gefunden und dem Land für den Regionalplan gemeldet. Von ehemals vier gemeldeten Eignungsflächen (die LN berichteten) war zum Schluss eine übrig: der Windpark Obernwohlde. Und als die Deutsche Flugsicherung vor rund zwei Jahren den Schutzradius um Drehfunkfeuer wie in Klein Parin plötzlich von drei aus 15 Kilometer ausgeweitet hat, lagen die Stockelsdorfer Windkraftpläne damit auf Eis.

Im Juni dieses Jahres hat die DFS den Standort ihres bisherigen Drehfunkfeuers in Klein Parin aufgegeben. Absicht der DFS sei gewesen, einen neuen Standort in der Nähe von Klein Parin zu suchen, da der Betrieb einer solchen Anlage in dieser Region für den Betrieb der Flughäfen Lübeck und Hamburg erforderlich sei.

Die Suche nach einem neuen Standort war schwierig, aber schlussendlich erfolgreich. Laut Nicola Kabel sei der neue Standort in der Gemeinde Seedorf von der DFS „als besonders geeignet“ eingestuft worden. Der Mietvertrag für diese Fläche soll bereits unterzeichnet worden sein.

„Die größte Hürde, die wir bei den Windkraftplänen hatten, ist jetzt weg“, sagt der Hauptausschussvorsitzende Andreas Gurth. „Und es kann sein, dass, wenn die Fortschreibung des Regionalplans in ein paar Jahren kommt, die Eignungsflächen sogar noch größer werden“, fügt Gurth hinzu.

Die Hoffnung, dass in nicht allzu ferner Zukunft 14 weitere Windkraftanlagen im Windpark Obernwohlde stehen werden — fünf davon für die gemeindeeigene Windkraft GmbH — , ist berechtigt.

Jetzt werde, so Rahlf-Behrmann, auf das Ergebnis vom Bundesimmissionschutzverfahren gewartet, bei dem alle Gutachten noch einmal geprüft werden.

Doreen Dankert

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