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Bad Schwartau Neue Idee der Steuergruppe: Stockelsdorfer Fairtrade Kaffee
Lokales Bad Schwartau Neue Idee der Steuergruppe: Stockelsdorfer Fairtrade Kaffee
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22:56 02.02.2018
Von Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann (re.) gibt es Rückendeckung für die geplanten Aktivitäten der Fairtrade-Steuergruppe in Stockelsdorf – hier vertreten durch Sabine Gall-Gratze und Wilhelm Fritzen. Quelle: Foto: Dd
Stockelsdorf

„Wir müssen dabei jetzt noch stärker auf Fairtrade-Produkte im Einzelhandel aufmerksam machen“, erklärt Sabine Gall-Gratze, die zusammen mit Wilhelm Fritzen zum Kopf dieser Steuergruppe gehört. Gut ein halbes Dutzend Stockelsdorfer engagiert sich dort, um das Thema Fairtrade, also den gerechten Handel, immer wieder in den Fokus zu rücken.

„Wir haben festgestellt, dass im Einzelhandel in Stockelsdorf die Zahl der Fairtrade-Produkte kleiner geworden ist“, erklärt Gall-Gratze, die auch einen Grund dafür zu sehen glaubt. In den vergangenen Jahren sei nämlich die Konkurrenz von vegetarischen, veganen oder glutenfreien Produkten größer geworden. Und genau deswegen will die Fairtrade-Steuergruppe ihr Thema noch stärker in den Fokus rücken – und damit wieder etwas mehr in das Bewusstsein der Bürger.

Bürgermeisterin Brigitte RahlfBehrmann (parteilos) hat schon mal ihre Unterstützung zugesagt. Für ein „Fairtrade Gemeinde“-Zusatzschild am Ortseingangsschild von Stockelsdorf will die Rathauschefin sich stark machen. Und wenn der Geschenkeladen unweit des Rathauses, in dem die Verwaltung immer ihre Präsente für Ehrungen und Danksagungen kauft, künftig auch Fairtrade-Produkte hat, dann sollen es künftig Fairtrade-Präsente sein.

Aktuell prüft die Fairtrade-Steuergruppe die Möglichkeit, fair gehandelten Kaffee in Zusammenarbeit mit einer Lübecker Kaffeerösterei als Stockelsdorfer Kaffee auf den Markt zu bringen. „Das wäre wirklich eine gute Sache“, sagt Wilhelm Fritzen, „denn Kaffee wird immer getrunken, und wenn dann die direkte Verbindung zwischen Fairtrade, Kaffee und Stockelsdorf da ist, dann wäre das sehr gut.“

Aber auch in Sachen Aufklärung über das Thema Fairtrade wollen die Protagonisten der Steuergruppe bei sich bietenden Gelegenheiten künftig mitmachen. Zum Beispiel mit einem Stand beim großen Ostereier-Suchen im Herrengarten am Ostersonnabend, 31. März.

Denn offensichtlich weiß noch lange nicht jeder Stockelsdorfer, dass es in Stockelsdorf eine Fairtrade-Steuergruppe gibt. Irrtümlicherweise ist die Gruppe mit ihren Ansprechpartnern bei der Auflistung von Verbänden, Vereinen und Firmen im druckfrischen Veranstaltungsheft des Bürgervereins in der Rubrik Steuerberater gelandet.

Gall-Gratze und Fritzen sind darüber zwar sehr erstaunt, können aber trotzdem darüber lachen: „Dass man uns als Fairtrade-Steuergruppe bei den Steuerberatern einreiht, ist dann schon wieder lustig, denn mit Steuern haben wir überhaupt nichts am Hut“, erklärt Sabine Gall-Gratze.

Als Stockelsdorf im Jahr 2015 den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ bekam, war es die 386. Fairtrade-Kommune in Deutschland. Inzwischen sind es schon über 520. „Wenn wir mit Fairtrade die Welt ein bisschen besser machen“, argumentiert Gall-Gratze, „dann ist das besser als gar nichts.“

 Von Doreen Dankert

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