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Bad Schwartau Neue Struktur für die Jugendarbeit beschlossen
Lokales Bad Schwartau Neue Struktur für die Jugendarbeit beschlossen
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18:25 30.06.2016
Dirk Hakelberg (l.) erklärte im Ausschuss das neue Konzept zur Jugendarbeit. Quelle: DD

Die Zeiten sind im Wandel. So richtig deutlich spiegelt sich das in der Kinder- und Jugendarbeit und -betreuung in Stockelsdorf wider. Um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden, soll künftig die Struktur der Jugendarbeit geändert werden.

Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Schule und Kultur hat der Schulsozialpädagoge Dirk Hakelberg die erläutert, wie die künftigen Veränderungen aussehen sollen.

„Alles ist in einem Prozess“, so Dirk Hakelberg, „die Jugendarbeit auch.“

Herauskristallisiert hat sich laut Hakelberg, dass das Jugendcafé mit einem Konzept der offenen Jugendarbeit immer weniger von Kindern und Jugendlichen angenommen wurde. Aus diesem Grund gehen die Überlegungen dahin, dieses Jugendcafé zu schließen und die frei werdenden Kapazitäten der Betreuungskräfte zu verlagern in andere Bereiche. Konkret: die eine Personalstelle vom Jugendcafé wird in zwei halbe Stellen geteilt. Diese beiden halben Stellen sollen künftig in die Schulsozialarbeit investiert werden. Damit soll an der Stelle eine Verstärkung der Betreuung erreicht werden, wo die Nachfrage sehr groß ist beziehungsweise die Tendenz der weiter wachsenden Nachfrage erkennbar ist. Aktuell verfügen alle Stockelsdorfer Schulen – Gerhard-Hilgendorf-Schule und die Grundschulen Erich Kästner, Gerhart Hauptmann und Ravensbusch – jeweils über eine halbe Stelle eines Schulsozialarbeiters. Wenn dieser Bereich künftig aufgestockt wird, dann, so die Idee von Hakelberg, der über Monate dieses neue Konzept ausgearbeitet hat, könne entsprechend des Bedarfs an aktuellen Freizeitaktivitäten die beiden „neuen“ halben Schulsozialarbeiter flexibel dort eingesetzt werden, wo es nach Absprache erforderlich sei.

Für Manfred Jaeger (SPD) „ist dieses Konzept verwirrend, ich vermisse die offene Jugendarbeit“. Dass sich die offene Jugendarbeit zugunsten einer verstärkten Schulsozialarbeit verschieben soll, dafür gab es von Jaeger keinen Beifall.

Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann (parteilos) hingegen lobte das Konzept von Hakelberg. „Die Bedarfe haben sich verändert“, so Rahlf-Behrmann, „wir hatten für lange Zeit eine Struktur, die gut war. Aber die Strukturen sind jetzt nicht mehr gut.“ Man sei jetzt an einem Punkt angekommen, an dem man die Jugendarbeit umstrukturieren müsse, so die Verwaltungschefin weiter, die das damit begründet, dass „wir“ in einer veränderten Welt leben, in der sich die Kinder und Jugendlichen verändert haben.

Der Ausschussvorsitzende Manfred Beckmann (CDU) hält das neue Konzept „für Jugendarbeit aus einem Guss“. Schließlich wurde einstimmig beschlossen, die Weichen zu stellen für das neue Konzept. Das Jugendcafé wird also bald Geschichte sein.

DD

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