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Bad Schwartau ETC Timmendorf: Die Politik ist am Zug
Lokales Bad Schwartau ETC Timmendorf: Die Politik ist am Zug
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16:29 11.03.2019
Neubau oder Sanierung? In der schier endlosen Debatte um das ETC in Timmendorfer Strand entscheidet in dieser und in der kommenden Woche die Kommunalpolitik über die nächsten Schritte. Quelle: OKPress
Timmendorfer Strand

Drei Tagesordnungspunkte sind für das Timmendorfer Eissport- und Tenniscentrum (ETC) angesetzt, wenn am Dienstag, 19. März, der Hauptausschuss der Gemeinde tagt. Dabei geht es um die Vorbereitung eines weiteren möglichen Bürgerentscheides. Jörn Eckert, SPD-Gemeindevertreter und SPD-Fraktionsvorsitzender, hat von Beginn der Sanierungsdebatte an für einen Hallen-Neubau plädiert. Die Argumente dafür sollen den Bürgern vor einer erneuten Abstimmung in einer Info-Veranstaltung vorgestellt werden.

„Das Konzept für eine neue Halle ist schon vor sechs Jahren entwickelt, aber erst einmal nur nicht-öffentlich vorgestellt worden“, erklärt Eckert. „Wir sind dann weiter drangeblieben – und hätten das 2017 umsetzen müssen.“ Stattdessen entschied die Kommunalpolitik, die Einwohner der Gemeinde Timmendorfer Strand über das Thema abstimmen zu lassen. Dabei wurde allerdings nur eher allgemein nach dem „weiteren Erhalt“ des ETC gefragt, für den 83 Prozent der Abstimmenden votierten.

Könnten die Sanierungskosten andere Projekte gefährden?

Trotz der vielfach geforderten Sanierung der bestehenden Halle plädiert Eckert weiterhin für Abriss und Neubau als „1a-Lösung“. „Ein Neubau mit einem Investor würde die Gemeindekasse nicht für 70 Jahre oder mehr belasten“, sagt er. Die Sanierungskosten – laut verschiedener Einschätzungen bis zu zehn Millionen Euro – müssten nicht zwangsläufig andere Projekte wie Kita-Bauten oder Schulsanierungen gefährden, „aber möglich ist das schon“, warnt Eckert.

Beim Neubau einer „Halle mit Mehrwert“ sei oft ein Hotel ins Spiel gebracht worden, sagt der SPD-Fraktionschef. „Wünschenswerter wären aus meiner Sicht aber Praxen, Büros und/oder Wohnräume.“ Die Gemeinde könnte als Anker-Mieter einziehen, „und der Sport wird auf keinen Fall abgeschnitten“. Die Politik wolle Eishockey und Tennis in Timmendorf unbedingt erhalten. Der Spielbetrieb solle nicht einmal zeitweise pausieren, sollte die Halle tatsächlich abgerissen werden. „Dann müssen wir über die Einrichtung einer provisorischen Eisfläche nachdenken“, erklärt Eckert.

Planungsbüro für eine europaweite Ausschreibung

Mit Ausnahme der Grünen und der FDP haben sich alle Parteien in der Timmendorfer Gemeindevertretung für die Investor-Lösung ausgesprochen – „wenn es sich rechnet“, sagt Eckert. Deshalb wird das Verfahren parallel zur Koordination Bürgerbegehren/Bürgerentscheid vorangetrieben. Am Dienstag, 12. März, sollen die Mitglieder des Tourismusausschusses den Auftrag an das Planungsbüro vergeben, das die europaweite Ausschreibung und die Investorensuche beziehungsweise -auswahl begleiten soll.

Eine Woche später steht im Hauptausschuss am 19. März das Bürgerbegehren auf der Tagesordnung, das – je nach Ausgang des eventuell nachfolgenden Bürgerentscheides – die Investorensuche überflüssig machen könnte, weil dann explizit nach der Grundsanierung des bestehenden ETC gefragt werden soll. Die Ausschussmitglieder sollen über den Abstimmungstermin, eine Stellungnahme der Gemeindevertretung und eine Gegenfrage entscheiden.

Jörn Eckert ist für einen Entscheid zusammen mit der Europawahl am 26. Mai, ein Datum, das auch Bürgermeister Robert Wagner (parteilos) schon in Aussicht gestellt hat. Zuvor wollen die Neubau-Befürworter eine Informationsveranstaltung organisieren. „Es geht dabei nicht um eine Konfrontation, um richtig oder falsch“, betont Eckert. „Wichtig ist es, dass wir alle sachliche Argumente austauschen.“

Sabine Latzel

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