Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Würdigung des Ehrenamts beim Neujahrsempfang
Lokales Bad Schwartau Würdigung des Ehrenamts beim Neujahrsempfang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:05 13.01.2019
Neujahrsempfang der Gemeinde Stockelsdorf und der IGSU im Hotel Lübecker Hof am 13. Januar 2019 Quelle: Doreen Dankert
Stockelsdorf

Dass der Neujahrsempfang in der Gemeinde Stockelsdorf an diesem Sonntag allein schon wegen der Jahreszahl ein anderer ist als vor einem Jahr, das ist klar. Aber für einige der über 300 Anwesenden im Hotel Lübecker Hof war der Empfang 2019 so ganz anders als sonst. Für die neue Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD) war diese Zusammenkunft in ihrer Funktion als Verwaltungschefin eine Premiere, genauso wie für Manfred Beckmann (CDU) in seiner Funktion als neuer Bürgervorsteher. Und als dieser durfte Beckmann seine erste Neujahrsansprache in seinem Leben halten. Bei dieser Gelegenheit erwähnte er auch die beiden Persönlichkeiten, „die 20 Jahre lang das Dreamteam waren“, an die Adresse der ehemaligen Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann (parteilos) und des ehemaligen Bürgervorstehers Harald Werner (CDU). Brigitte Rahlf-Behrmann war im April in den Ruhestand verabschiedet worden und hat den Staffelstab an Julia Samtleben übergeben. Harald Werner wurde zum Kreispräsidenten gewählt und das Amt des Bürgervorstehers gab er an Manfred Beckmann ab. Insofern war dieser Neujahrsempfang auch für Rahlf-Behrmann und Werner ein ganz anderer – nämlich der in der Rolle als ganz normaler Gast. „Das ist auch mal schön“, gestand Brigitte Rahlf-Behrmann sichtlich entspannt.

Gäste und Gastgeber am 13. Januar 2019

Erinnerung an die Worte von Hannelore Becker

Die alte Regel, dass im jährlichen Wechsel der Bürgervorsteher und die Bürgermeisterin eine Ansprache beim Empfang halten, wird beibehalten. In diesem Jahr ist der Bürgervorsteher an der Reihe, doch Julia Samtleben hat es sich nicht nehmen lassen, ein paar kurze Begrüßungsworte oben auf der kleinen Bühne zu sagen: „Vor einem Jahr stand ich noch da unten weit vor der Bühne. Es gab damals eine Person in diesem Raum, die gewusst hat, dass ich in diesem Jahr hier oben stehe würde – aber das war nicht ich. Das war Frau Hannelore Becker (84). Sie kam zu mir und hat mit das so gesagt. Und sie hat recht behalten – das ist unglaublich.“

Manfred Beckmann begann seine Ansprache mit den Worten des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry: „Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten können mit vielen kleinen Dingen die Welt verändern.“ Von den Menschen und von den Dingen, die Manfred Beckmann in seiner Rede ansprach, stellte er die Ehrenamtler ganz bewusst an die erste Stelle – und zählte eine lange Liste von Vereinen und Verbänden auf, die das gesellschaftliche Leben bereichern. In besonderer Weise erwähnte Beckmann die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde. Elf an der Zahl. „Ich bin davon überzeugt“, erklärte Beckmann, „dass dieses Ehrenamt unverzichtbar ist und dass damit die Menschlichkeit aufgewertet wird.“ Denn was braucht es, damit Menschen so ein Ehrenamt ohne Bezahlung ausüben? Beckmann sagt es: „Zuversicht, Zivilcourage und Engagement.“

Extrem-Trip von Okonek nach Stockelsdorf und zurück

Besonderes Engagement haben die Vertreter aus der polnischen Partnergemeinde Okonek bewiesen. Der Bürgermeister Andrzej Jaslitek und der Bürgervorsteher Sebastian Korzenionski waren nachts um 2 Uhr am Sonntag in Polen losgefahren, um 8.30 Uhr zum Frühstück in Stockelsdorf eingetroffen, um gestärkt zum Empfang um 11 Uhr zu gehen. Mitgebracht haben sie, die beide erst seit zwei Monaten neu in ihren Ämtern sind, neben den guten Wünschen fürs neue Jahr ein paar Gastgeschenke in Form von kulinarischen Spezialitäten aus ihrer Heimat. Schon um 14 Uhr haben beide die Rückfahrt angetreten, um gegen 20 Uhr wieder in Okonek zu sein. „Weil in ganz Polen an diesem Tag eine karitative Aktion zugunsten des Gesundheitswesen läuft“, erklärte Okoneks Bürgermeister, „muss der Bürgermeister auch vor Ort sein. Deswegen wollen wir, der Bürgervorsteher und ich, heute Abend zum Abschluss der Aktion in unserer Gemeinde Okonek dabei sein.“

Applaus für die Botschaft der IGSU

Weil es ein gemeinsamer Empfang der Gemeinde und der IGSU ist, hat Patrick Lakins im Namen der Stockelsdorfer Unternehmer gesprochen und dabei den Bürgern in seiner kurzen und pointierten Rede zwei Dinge ans Herz gelegt: „Motivieren Sie Ihre Kinder und Enkel, eine solide Ausbildung zu machen, denn die Chancen Karriere im Handwerk zu machen, sind extrem gut. Und kaufen Sie lokal, damit die Betriebe und Geschäfte auch weiterhin hier bleiben. Lassen Sie Ihr Geld im Dorf.“ Diese Botschaft wurde offenbar sehr genau verstanden – und spontan mit reichlich Applaus bedacht. Und sicher war Lakins’ Appell auch noch Thema in der einen oder anderen der vielen Smalltalk-Runden im Anschluss an den offiziellen Teil.

Doreen Dankert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Viele Kinder sind mit den Abenteuern von TKKG aufgewachsen. Nun ist eine Geschichte der Freunde Tim, Karl, „Klößchen“ und Gaby fürs Kino verfilmt worden. Mit dabei: Hündin „Zelda“ aus Warnsdorf. Der Stockelsdorfer Gordon Krei hat sie trainiert.

12.01.2019

Die beiden Geschäftsführer von Unizell verzichteten auf Geschenke von den Mitarbeitern, legten noch mal eine große Summe privat drauf und spendeten insgesamt 3000 Euro für den Verein Kinder auf Schmetterlingsflügeln.

12.01.2019

Seit Jahren steht das erste Obergeschoss der Immobilie Markttwiete 3 leer. Nun hat der Besitzer eine Idee, die Fläche neu zu beleben: ein Senioren-Mitmach-Zentrum mit Café- und Tanzbereich, aber auch medizinischen und kosmetischen Angeboten.

11.01.2019