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Bad Schwartau Ostholstein gefiltert: Fotos für den zweiten Blick
Lokales Bad Schwartau Ostholstein gefiltert: Fotos für den zweiten Blick
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18:13 01.10.2016
Uwe Bremse (73) zeigt im Museum 42 verfremdete Fotografien. „Ostholstein gefiltert“ heißt seine Ausstellung. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

Seit mehr als 50 Jahren ist Uwe Bremse der Fotografie verfallen. Stimmungen transportieren, Situationen festhalten und Realitäten abbilden – das zeichnet Fotografien aus. Genau das hat auch Uwe Bremse für sich und seine Bilder nicht nur beansprucht. Bremse hat es auch gekonnt umgesetzt. „Ich bin von Hause aus Biologie- und Erdkundelehrer. Da bin ich doch der Realität verpflichtet“, sagt Bremse mit einem verschmitzten Lächeln. Schließlich hat seine neue Fotoausstellung „Ostholstein gefiltert“ mit der Realität nur bedingt etwas zu tun.

Foto-Ausstellung von Uwe Bremse wird am Dienstag, 4. Oktober, im Museum eröffnet.

Uwe Bremse ist also wieder fremdgegangen. Bereits zum 100. Stadtjubiläum Bad Schwartaus (2012) hat er eine für ihn untypische Fotoausstellung präsentiert. „Bad Schwartau – vertraut und doch so fremd“

hieß es damals. Die neue Ausstellung, die am Dienstag, 4. Oktober, um 19 Uhr eröffnet wird, ist nach einem ähnlichen Konzept entstanden. Einziger Unterschied: Die meisten Motive sind nicht in Bad Schwartau, sondern im ganzen Kreisgebiet entstanden. Der 73-Jährige ist dafür häufiger über Ostholstein abgehoben und hat Luftaufnahmen gefertigt. Die Motive sind vielseitig: Seebrücken, Campingplätze, ein Freizeitpark, Strände, Äcker, Steilküsten, Seenlandschaften, Stadtansichten, Herrenhäuser und Schlösser aus dem ganzen Kreis Ostholstein hat Bremse nicht nur festgehalten. Er hat die Bilder gefiltert und nach eigenen Angaben „ein wenig“ am Computer bearbeitet. Entstanden sind ganz neue Ansichten von ganz bekannten Motiven. So wirkt die verfremdete Luftaufnahme von Cleverbrück wie eine Zeichnung eines Stadtplaners und die schwarz-weiß Aufnahme von der Altstadt von Neustadt mit knallroten Dächern könnte auch als eine Liebeserklärung an die Hafenstadt interpretiert werden.

„Ich habe die Motive in Form und Farbe anders abgebildet. Durch diesen Verfremdungseffekt entstehen kleine Kunstwerke, die bei genauerem Betrachten auch erkannt werden. Das, was dem Betrachter zuerst fremd vorkommt, wird wieder vertraut“, erklärt Bremse, der selbst an dieser Spielerei „großen Spaß“ hat.

Die Ausstellung „Ostholstein gefiltert“ wird am Dienstag, 4. Oktober, um 19 Uhr im Museum der Stadt Bad Schwartau (Schillerstraße 8-10) eröffnet. Die 42 Fotografien sind dort bis zum 27. Oktober zu sehen. Das Museum ist Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie am Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Sebastian Prey

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