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Bad Schwartau Party für alle zum Jubiläum
Lokales Bad Schwartau Party für alle zum Jubiläum
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18:21 10.06.2017
Besucher wie Britta Seidler durften gestern so einiges testen – so zum Beispiel den knapp 40 Kilo schweren Splitterschutzanzug, der bei Maßnahmen zur Bombenentschärfung getragen wird.
Stockelsdorf

„Die Geschichte von Visiconsult hat schon was vom amerikanischen Traum vom Tellerwäscher zum Millionär“, stellt Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann gestern fest beim Tag der offenen Tür, mit dem das 20-jährige Jubiläum dieser Firma gefeiert wird. Über 1000 Besucher nutzen diese Gelegenheit, die zahlreichen Attraktionen wahrzunehmen. Aber vor allem nutzen sie die einmalige Chance, einen Blick hinter die Kulissen dieser Firma zu werfen, „die mit ihren Bauten, die aussehen wie riesige graue Klötze, auf viele schon etwas mysteriös wirken, habe ich gehört“, sagt Firmengründer Hajo Schulenburg.

Visiconsult feierte Jubiläum – Bau einer weiteren Halle angekündigt.

60 Mitarbeiter

sind aktuell bei Visiconsult beschäftigt, davon vier Azubis. Tendenz steigend. Gesucht

werden vor allem

Ingenieure für

Elektrotechnik und

Maschinenbau,

Mechaniker,

Elektriker und

Softwarespezialisten.

Visiconsult ist auf maßgeschneiderte Röntgenanlagen spezialisiert und spielt in der obersten Liga auf dem Weltmarkt mit. Auf der Kundenliste stehen solche Namen wie Airbus, Boeing, Siemens, BMW oder auch der Scheich von Dubai. Die grauen Klötze im Brandenbrooker Weg 2-4 sind die Produktionsstätten von Visiconsult. Zuerst war es nur eine, dann waren es zwei und seit einem Jahr sind es drei. Doch das war’s noch nicht. Firmenchef Hajo Schulenburg verkündet gestern, dass Visiconsult ein paar hundert Meter weiter ein 7500 Quadratmeter großes Grundstück für eine weitere Produktionsstätte von der Gemeinde gekauft hat. In den nächsten drei bis vier Jahren wird hier eine Super-Halle entstehen, die größer sein wird als alle anderen Hallen zusammen. Denn trotz des rasanten Wachstums stößt Visiconsult jetzt schon wieder an die Kapazitätsgrenze. Bester Beleg dafür ist, dass die Feier zum 20-jährigen Firmenjubiläum, das eigentlich schon im Jahr 2016 war, aufgrund einer Auftragsflut um ein Jahr auf gestern verschoben werden musste. Es war schlichtweg keine Zeit zum Feiern übrig.

Und was Visiconsult so alles produziert, davon haben die Besucher jetzt selbst ein Bild. „Das ist ja gigantisch, einfach Wahnsinn, was die hier machen“, sagt Nadine Mann, die mit ihrer Familie aus Ahrensbök angereist ist.

„Wir bauen Röntgenanlagen für die Industrie und die öffentliche Sicherheit“, erklärt Schulenburg. Öffentliche Sicherheit klingt weniger dramatisch als Bombenentschärfung. Aber genau hier kommt Visiconsult ins Spiel – bei herrenlosen Koffern oder harmlos wirkenden, aber eventuell mit Sprengstoff gefüllten Teekannen in Afghanistan. Deswegen ist die Bundeswehr am Hindukusch mit Röntgentechnik „Made in Stockelsdorf“ ausgerüstet. „Wir sind kein Atomkraftwerk“, erklärt Schulenburg mit einer Prise trockenem Humor, „wir bauen auch keine Bomben. Wir bauen nur Dinge, um Bomben zu entschärfen.“

Tellerwäscher war Hajo Schulenburg noch nie, dafür hatte er immer eine Geschirrspülmaschine. Aber er hat es geschafft vom One-Man-Programmierer zu einem 60 Mitarbeiter starken Familienbetrieb.

Doreen Dankert

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