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Bad Schwartau Politik ist sich einig: Skulptur wird wieder aufgestellt
Lokales Bad Schwartau Politik ist sich einig: Skulptur wird wieder aufgestellt
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19:13 11.10.2017
2003 wird die Skulptur aus Dolomit (Kalksandstein) angeliefert.

Die Menschen in Bad Schwartau sprechen von dem „Knoten“. Doch die Skulptur, die bis zur City-Umgestaltung am Europaplatz stand, heißt eigentlich „Verknüpfungen“. Dass das Kunstwerk Politiker über die Parteigrenzen verbindet, zeigte sich jetzt im Ausschuss für Soziales, Senioren, Kultur und Sport. Geschlossen votierten die Mitglieder dafür, die imposante Skulptur wieder an einer repräsentativen Stelle zu errichten. Damit entsprach der Ausschuss wohl auch dem Wunsch vieler Bad Schwartauer. Bei der Eröffnungsfeier der Markttwiete brachte der Vorsitzende des Bürgervereins Klaus Nentwig die Neuaufstellung des Kunstobjekts in der Markttwiete ins Gespräch und bekam dafür zustimmenden Applaus. Auch im Ausschuss gab es ausschließlich Zustimmung. Norbert Leihe (CDU): „Egal, wo die Skulptur ihren Platz bekommt. Wir sind dafür.“

Im Zuge der Umgestaltung der Innenstadt wurde auch eine Skulptur am Europaplatz entfernt. Der Bürgerverein setzt sich nun dafür ein, dass das Kunstobjekt wieder einen ansprechenden Platz bekommt. Der Plan wird von allen politischen Parteien unterstützt.

Der Bürgerverein unterbreitete in seinem Antrag zur Aufstellung des Kunstobjekts zwei Standort-Vorschläge: in der Verlängerung der Baumreihe an der oberen Auguststraße (vor der Parfümerie „Schuback“) oder in Verlängerung der Baumreihe an der unteren Auguststraße (Eingang vom Zentralparkplatz). Der bisherige Standort vor dem Geschäft „Heike’s Teewiese“ kommt wohl nicht mehr in Frage, weil sich dort im Erdreich einige Leitungen befinden. Inge-Lore Stach (WBS) sprach sich für den Standort am Zentralparkplatz aus. „Den Standort mit der Blickrichtung zwischen den Fahnen finde ich ganz in Ordnung“, erklärte Stach. Gertrud Berger (Grüne) favorisiert hingegen die andere Variante. Auch für Hansjörg Thelen (SPD) macht der Standort an der oberen Auguststraße mehr Sinn. „Die unmittelbare Nähe zum Europaplatz ist schon sinnvoll“, erklärte Thelen.

Schließlich wurde das Kunstwerk des Bildhauers Jo Kley im September 2003 auf Initiative und mit maßgeblicher Unterstützung des Gemeinnützigen Bürgervereins ursprünglich auch auf dem Europaplatz aufgestellt. Das Kunstobjekt wurde anlässlich der zehnjährigen Städtepartnerschaft mit dem polnischen Czaplinek enthüllt. „Das Kunstwerk steht als besonderes Zeichen für die Verbindung Bad Schwartaus zu seinen Partnerstädten Villemoisson-sur-Orge in Frankreich, Czaplinek in Polen und Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern“, unterstrich Henning Beck, der den Antrag des Bürgervereins formuliert hat.

Aus Sicht von Bauamtsleiter Thomas Sablowski wird auch der Standort bei „Schuback“ favorisiert. „Das Problem ist aber nicht die Tragfähigkeit der Fundamente, sondern der Leitungsbestand im Erdreich“, erklärte Sablowski. Das Bauamt werde jedoch beide Standorte prüfen und eine zeitnahe Aufstellung veranlassen. „Ziel ist es die Skulptur, die auf dem Bauhof eingelagert ist, noch in diesem Jahr zu platzieren. Allerdings haben die Baufirmen ohnehin noch viel zu tun. Dazu ist das Wetter schlecht, so dass nicht alle Arbeiten ausgeführt werden können.“, sagte der Bauamtsleiter.

Etablierter Künstler

Jo Kley ist in Ulm geboren. Nach einer Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer studierte er anschließend Bildhauerei in Kiel. Seit 1995 ist er freischaffender Bildhauer mit einem Atelier in Grevenkrug bei Kiel. 1998 startete er das Kunstkonzept KleyCity – Skulpturen stehen bereits in 18 Ländern. 2015 bekam Jo Kley den Bronze Award der 5. China Wuhu Liu Kaiqu für die Arbeit „Stier“.

Sebastian Prey

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