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Bad Schwartau Premieren-Flagge zum Jubiläum
Lokales Bad Schwartau Premieren-Flagge zum Jubiläum
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18:45 30.10.2017

Der Stettiner Yacht-Club (StYC) kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Von 1877 bis 1945 prägte der StYC maßgeblich die Entwicklung des Segelsports in Stettin und Pommern. Unter seiner Führung wurde 1912 der Pommersche Regattaverband gegründet. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs flüchteten 1945 viele Menschen vor den russischen Truppen aus Stettin in den Westen. Darunter auch der Vorsitzende des Stettiner Yacht-Clubs Walter Schell. Auf seine Initiative erfolgte 1948 die Eintragung des Clubs in das Vereinsregister (VR 840) des Amtsgerichts in Lübeck, der Patenstadt Stettins. „Das ist eine beeindruckende Geschichte“, sagte Mona Küppers. Die kommissarische Präsidentin des Deutschen Seglerverbandes (DSV) ist eigens zum Fest aus Oberhausen angereist, um einem der ältesten Seglervereine Deutschlands zu gratulieren. „Dass sich bereits 1948 in einer harten Zeit wieder Menschen zusammengefunden haben, zeige, welche Segelleidenschaft und Segelbegeisterung in diesem Verein steckt.“ Als erstem Verein überhaupt überreichte Küppers dem Vorsitzenden Hartmut Maertzke die neue Flagge des DSV – so schreibt der StYC an seinem Jubiläumstag ein weiteres Stück Geschichte.

Vor rund 100 Gästen, darunter DSV–Verbandsgeschäftsführer Goetz-Ulf Jungmichel, Joachim Giesenberg (Turn- und Sportbund Lübeck), Ralf Giercke (Kreis- und Landesseglerverband) sowie zahlreiche Vertreter von befreundeten Segelvereinen, erinnerte Kommodore Prof. Peter Eymann an die Schwierigkeiten, einen neuen Heimathafen in Lübeck zu finden. Bevor der Verein 1983 das Erbpachtgrundstück auf der Teerhofsinsel von der Hansestadt bekam und in Eigenarbeit das Clubhaus errichtete, hatte der StYC sein Domizil unter anderem in Travemünde. „Nicht alle alten Herren waren begeistert von der Liegenschaft auf der Teerhofsinsel“, sagte Eymann, der sich im Namen des Clubs bei der Hansestadt Lübeck, der Possehl-Stiftung und dem damaligen Liegenschafts-Senator Rasmus Claussen, der ebenfalls an der Feier teilnahm, für die große Unterstützung bedankte.

Lübecks Sportsenatorin Kathrin Weiher nutzte die Gelegenheit, um ein Plädoyer für das Ehrenamt und den Sport im Verein zu halten. Die Geschichte des StYC zeige, wie wichtig Vereinskultur sei. „Man weiß, wo man hingehört – die Vereinskultur hat die Mitglieder über 140 Jahre und zwei Weltkriege getragen“, erklärte Weiher, die zuversichtlich ist, dass der StYC in zehn Jahren sein 150. Jubiläum feiern wird. Davon geht auch der Vorsitzende Hartmut Maertzke aus. Allerdings gebe es auch einige Herausforderungen zu bewältigen, um auch jüngere Menschen entgegen dem allgemeinen gesellschaftlichen Trend langfristig an den Club zu binden. Auch der demographische Wandel spiele eine große Rolle. „Die Zeiten und Menschen ändern sich. Der Club muss sich darauf einstellen“, erklärte Maertzke, der aber auch die Tradition im Blick hat. Und die Verbindung zum Ursprung des Vereins nach Stettin vertiefen will. Der Anfang ist bereits gemacht. So gratulierte jetzt auch Piotr Owczarski vom Stettiner Seglerverein. „Die Geschichte ihres Clubs in Stettin ist lebendig, und wir, die polnischen Segler vergessen es nicht“, sagte Owczarski.

Von Sebastian Prey

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