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Bad Schwartau Professionelle Unterstützung für Integration der Flüchtlinge
Lokales Bad Schwartau Professionelle Unterstützung für Integration der Flüchtlinge
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20:09 28.09.2016
Die Gemeinde Stockelsdorf hat sich jetzt in aller Form bei den rund 30 ehrenamtlichen Helfern bedankt, die den Migranten in Stockelsdorf bei der oft schwierigen Aufgabe der Integration helfen. Als Dank gab es einen Grillabend auf der Herrenhaus-Terrasse. Quelle: Fotos: Dd/ln
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Stockelsdorf

Auch Ehrenamtler – speziell in der Flüchtlingshilfe – kommen an ihre Grenzen. Die Lebenhilfe Ostholstein soll jetzt bei der Integration der Flüchtlinge in Stockelsdorf helfen. Dazu wurde Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde und der Lebenshilfe Ostholstein zur Entlastung der haupt- und ehrenamtlichen Betreuungskräfte in Stockelsdorf ausgearbeitet und jüngst vom zuständigen Ausschuss für Jugend, Schule, Sport, Soziales und Senioren abgesegnet.

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Gemeinde Stockelsdorf schließt Kooperationsvertrag mit der Lebenshilfe Ostholstein – Ehrenamtler bei Migrantenbetreuung sollen entlastet werden.

„Irgendwann ist auch bei den Ehrenamtlern Oberkante Unterlippe erreicht.“Manfred Beckmann, Ausschussvors.

Selbst wenn der Zustrom der Flüchtlinge in diesem Jahr bis dato im Vergleich zum Ansturm im Jahr 2015 regelrecht abgeebbt ist, so sind die Flüchtlinge, die bereits angekommen sind, immer noch da und müssen integriert werden. In die Gesellschaft, in den Arbeitsmarkt. In Stockelsdorf sind es aktuell 294 Migranten aus anderen Ländern mit einem anderen kulturellen Hintergrund. Rund 30 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Arbeitskreis Willkommenskultur gibt es in Stockelsdorf, die den Migranten helfen, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden. Als Dank für diese ehrenamtliche Arbeit hat die Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann diese Flüchtlingshelfer zu einem Grillfest auf der Herrenhaus-Terrasse eingeladen.

„30 Ehrenamtler für die Flüchtlingsarbeit – das ist schon mal gut“, sagt Susanne Voß, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Ostholstein, „aber das reicht nicht, denn die Probleme von denen, die hier bleiben, werden anders werden.“

Das, was man eigentlich braucht, sei eine 1:1-Betreuung. Das hatte Brigitte Rahlf-Behrmann schon im vergangenen Jahr festgestellt im Zuge der Flüchtlingsdebatte und für Stockelsdorf diese engmaschige Betreuung auch als Ziel formuliert (die LN berichteten). Doch die Realität sieht anders aus.

„Wir dachten schon, wir sind sind gut hier in Stockelsdorf mit unserer Willkommenskultur“, so der Ausschussvorsitzende Manfred Beckmann, „aber irgendwo ist auch mal bei den Ehrenamtlern Oberkante Unterlippe.“

Die Kooperation mit der Lebenshilfe Ostholstein, die seit knapp einem Jahr auch die Flüchtlingshilfe in Bad Schwartau managt, soll und kann die Ehrenamtler nicht ersetzen, sondern entlasten ebenso wie die etliche Mitarbeiter der Verwaltung, für die vor geraumer Zeit das Thema Migration zusätzlich zum normalen Arbeitspensum hinzugekommen ist.

„Das Flüchtlingsthema ist die größte Aufgabe, vor der wir seit langem stehen“, so Brigitte Rahlf-Behrmann. „Und die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe bietet uns ein Stück Professionalität, auf die wie zurückgreifen können, weil die schon da ist.“

Konkret soll das so aussehen, dass die Lebenshilfe in Sachen Flüchtlingsarbeit pro Woche Mitarbeiter für insgesamt 26 Stunden für die Bearbeitung unterschiedlicher Aufgabenfelder zur Verfügung stellt. 39000 Euro zahlt die Gemeinde pro Jahr. Der Vertrag gilt zunächste für zwei Jahre und tritt bereits am 1. Oktober in Kraft.

 Doreen Dankert

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