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Bad Schwartau Recyclinghof Süd: 40 000 nutzen das Angebot im Jahr
Lokales Bad Schwartau Recyclinghof Süd: 40 000 nutzen das Angebot im Jahr
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20:35 13.06.2016
Vertriebsmitarbeiter Ralph Rillox zeigt den Besuchern des Verbandstages die einzelnen Bereiche auf dem Recyclinghof. Quelle: Fotos: Irene Burow

Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) hat Vertretern der Verbandsmitglieder Einblicke in einzelne Sparten gewährt. „Man muss auch mal vor Ort sehen, was wir mit dem Geld machen und wo die Gebühren der Bürger bleiben“, erläuterte Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer. Gut 30 Kommunalvertreter und Mitarbeiter der Kreisverwaltung nahmen an der ganztägigen Informationsreise teil, die gut ankam. Zum Auftakt wurde in Bad Schwartau der Recyclinghof Süd besucht. Später ging es zur Kläranlage in Ratekau und zum Wasserwerk in Timmendorfer Strand. Zu letzterem, sagte sie gleich, gebe es noch keine Neuigkeiten. Das Werk muss dringend erneuert werden. „Wir wissen noch nicht, wie es weitergeht.“

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Zweckverband führte Kommunalvertreter auch nach Timmendorfer Strand und Ratekau.

Der Recyclinghof in Bad Schwartau, der im Gewerbegebiet Langenfelde-Nord liegt, ist 2014 in Betrieb gegangen. Er hat Entsorgungsmöglichkeiten auf zwei Ebenen. „Wir haben überlegt, wie wir das Problem lösen, die Container am einfachsten befüllen zu lassen“, erklärte Rainer Korten, der bei der ZVO Entsorgung GmbH für die drei Recyclinghöfe verantwortlich ist. Bürger können dort Abfälle selbst entsorgen, und sollten die Großbehälter nicht umständlich über Treppen erreichen. Und so entstand die Idee der zweiten Ebene: Die Entsorger fahren über eine Rampe auf eine Plattform und werfen von oben den Abfall in die Container – zum Beispiel Grünschnitt, Dachpappe, Hartkunststoffe, Mischschrott, Sperrmüll oder Mineralwolle. Rund 40000 fahren den Hof im Jahr an.

Weniger harmonisch verlief die Bereisung später in Timmendorfer Strand. „Wie kann eine Gemeinde nur so bekloppt sein?“ Grünen-Kommunalpolitikerin Gaby Braune aus Ratekau konnte nicht mehr an sich halten. Ihre Empörung galt den Kollegen in Timmendorfer Strand und ihrer Weigerung, dem Bau eines neuen Wasserwerks auf der grünen Wiese zuzustimmen. Braune war nicht die einzige, die nur den Kopf schütteln konnte. „Die Gemeinde sollte mal alternativ sagen, wo das Wasserwerk denn dann hin soll“, stimmte Mario Schmidt, parteiloser Bürgermeister von Bosau, in die Kritik mit ein. Das Wasserwerk von Timmendorfer Strand, dessen Ursprünge ins Jahr 1935 reichen, war mit Bedacht gewählt worden. Einst außerhalb gelegen, steht es heute in der Poststraße 35 in bester Lage des Ostseebades – und ist viel zu klein, um in Spitzenzeiten den Wasserbedarf zu decken. Jahrelang wurde ein Ersatzstandort gesucht und auch gefunden, an der B 76. Doch dann wurden in der Gemeindevertretung Bedenken laut. Seitdem liegen die Planungen für den Alternativstandort auf Eis. „Die Zeit wird nun aber knapp“, machte ZVO-geschäftsführer Rüdiger Lange-Jost unmissverständlich klar. Gebe es bis zum Herbst keine Bewegung, werde bei laufendem Betrieb in der Poststraße neu gebaut – mit jahrelangem Schwerlastverkehr, neuen Brunnenbohrungen, Notleitungen, Netzverstärkungen und trotzdem weiter bestehenden Engpässen.

Erfreuliches erfuhr die Reisegruppe in der Kläranlage Ratekau, die Abwässer aus Haushalten und Gewerbe in der Größenordnung von 50 000 Einwohnern klärt, von Sierksdorf im Norden bis Sereetz im Süden.

Ratekau rangiert bei der Reinigungsleistung landesweit in der Spitzengruppe und ist in Ostholstein führend. Enthalten die Abwässer bei Ankunft im Schnitt 80 Milligramm Gesamtstickstoff pro Liter, verlassen sie die Anlage dank neuer Technik mit weniger als vier Milligramm. Das spart die sonst fällige Abwasserabgabe komplett ein.

Was gestern noch Kommunalpolitikern vorbehalten war, soll es im Jahr 2017 nach Worten von Strohmeyer dann auch für die Öffentlichkeit geben: Tage der offenen Tür, an denen der ZVO seine Anlagen öffnet.

ibu/pet

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