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Bad Schwartau Russland mit Flussschiff bereist
Lokales Bad Schwartau Russland mit Flussschiff bereist
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18:22 24.06.2017
Auf seiner Reise durch Russland hat Axel Simanowski unter anderem den Panzerkreuzer „Aurora“ vor St. Petersburg mit der Kamera eingefangen. Quelle: Foto: Hfr
Bad Schwartau

Auf eine Bilderreise auf dem Wasserweg quer durch Russland nimmt Referent Axel Simanowski seine Zuhörer mit. Die ungewöhnliche Russland-Reise beginnt am morgigen Montag, 26. Juni, in der Asklepios Klinik am Kurpark. Das Flussschiff „legt“ um 19.30 Uhr im Vortragssaal (Haus 2) ab. Der Eintritt ist frei.

Referent Simanowski ist ein echter Russland-Kenner. Seit mehr als 30 Jahren bereist er das riesige und so abwechslungsreiche Land. Sein Vortrag lautet „Mit dem Flussschiff durch Russland – Von der Ostsee zum Schwarzen Meer“. Die Reise beginnt an der Ostsee in St. Petersburg. Seit Peter der Große „das Fenster zum Westen“ 1703 aufgestoßen und in die Sümpfe der Neva die Stadt erbaute, ist es nach Ansicht Simanowskis „wohl die europäischste Stadt Russlands“. Über die Ostsee gab es vielfältige Beziehungen nach Lübeck. Hier starteten die von Katharina der Großen angeworbenen Kolonisten über die Ostsee, bis sie an der mittleren Wolga eine neue Heimat fanden. Mit einem komfortablen Flussschiff, das übrigens in Boizenburg gebaut wurde, geht es über den Ladoga- und Onega-See, dem Wolga-Baltic-Kanal und dem Rybinsker Stausee, um bei Uglitsch auf die Wolga zu treffen.

Weiter geht es, nun auf der Wolga, zu den altrussischen Städten Yaroslavl, Kostroma, Nischni Nowgorod zur Hauptstadt Tatarstans, Kasan. Es ist die achtgrößte Stadt Russlands und hat rund 1,1 Millionen Einwohner. In den Städten Samara und Saratow, im Gebiet der ehemaligen Wolgadeutschen, begegnen uns noch viele Spuren aus der deutschen Kolonialzeit.

Wolgabwärts ist die nächste Station die deutsch-russische Schicksalsstadt „Stalingrad“, dem heutigen Wolgograd. In der Nähe, bei Rossoschka, hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Soldatenfriedhof für die gefallen deutschen Soldaten geschaffen. Das Wolga-Delta, von dem große Teile unter Naturschutz stehen, ist eine wichtigen Zwischenstation für Zugvögel auf dem Weg nach Süden und wichtiger Lebensraum zahlreicher anderer Tierarten, z.B. dem Stör. Über den, auch von deutschen Kriegsgefangenen gegrabenen, Wolga-Don-Kanal geht es nach Rostov am Don. Durch das Asowsche Meer geht weiter ins Schwarze Meer zur Halbinsel Krim. Leider ist sie ob der schwierigen politischen Lage im Moment für Touristen nicht offen.

LN

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