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Bad Schwartau Schmiedekoppel: Investoren wollen Quartier aufpolieren
Lokales Bad Schwartau Schmiedekoppel: Investoren wollen Quartier aufpolieren
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20:31 04.03.2016
Ortsbesichtigung: Bauausschuss-Vorsitzender Andreas Marks (l.) und Investor Gerd Benoit (Mitte, blauer Schal). Quelle: Fotos: Sebastian Prey

Die Schmiedekoppel hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Ein Teil der Wohnblocks, die in den 1950er und 1960er Jahren errichtet wurden, sind in einem erbärmlichen Zustand. „Hier wurde augenscheinlich viele Jahre nichts investiert“, sagte Andreas Marks. Der WBS-Mann und Vorsitzende des Bauausschusses hatte deshalb jetzt Interessierte und Investoren zu einem Ortstermin geladen.

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Die Schmiedekoppel hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Ein Teil der Wohnblocks, die in den 1950er und 1960er Jahren errichtet wurden, sind in einem erbärmlichen Zustand.

Ob des eher traurigen Zustands des Quartiers sind sowohl Anwohner, als auch die Ausschussmitglieder froh, dass an dem Standort investiert wird. Elisabeth Kremer (SPD), die selbst eine Eigentumswohnung in dem Viertel bewohnt: „Es wird höchste Zeit, dass sich hier etwas tut. Dabei darf es aber nicht nur um Gewinnmaximierung gehen, sondern vor allen Dingen um die Verbesserung der Wohnsituation.“

Entsprechend kritisch wurden dann auch die Ausführungen von Investor Gerd Benoit gesehen, der seinem Plan den grünen Namen „Cleverhofer Park“ gegeben hat. Benoit ist aktuell Eigentümer von rund 170 Wohnungen. Die Zahl der Wohnungen soll sich durch Aufstockung der Gebäude und Neubauten aber erhöhen. „Wie viele Wohnungen am Ende herausspringen, kann ich jetzt noch nicht sagen. Das hängt ja auch davon ab, was genehmigt wird“, erklärte Benoit, der in seiner Entwurfsplanung unter anderem auch einen Supermarkt an der Ecke Cleverhofer Weg/Schmiedekoppel vorgesehen hat.

„So etwas brauchen wir hier nicht. Einkaufen können wir hier in der Nähe schon genug“, sagte Anwohner Kay Bansemer, der sich wünscht, dass die Umgebung auch weiterhin von Grün und Bäumen geprägt bleibt. „Wir haben das Projekt schon aus gutem Grund Cleverhofer Park genannt“, erklärte Benoit, der am Ende der Ortsbesichtigung noch ein fast unschlagbares Argument präsentierte: Der frisch sanierte Wohnblock Schmiedekoppel 21 machte allen Teilnehmern Lust auf mehr. „Das sieht schon gut aus“, lobte auch Bauamtsleiter Thomas Sablowski. Die Hanse Verwaltungs GmbH ist der zweite Investor, der in dem Wohngebiet etwas bewegen will. Hinter dem Namen steckt die Korth-Gruppe aus Sereetz, die ihre drei Wohnblöcke entlang der Schmiedekoppel mit einem Gebäuderiegel verbinden möchte. „Der Wohnungsbestand könnte sich dadurch von derzeit 36 auf rund 60 erhöhen“, erklärte Sven-Stephan Jüngling. Damit traf er auch ziemlich genau das, was die Ausschussmitglieder hören wollten. Schließlich haben sich die Mitglieder für eine Nachverdichtung in diesem Gebiet bereits ausgesprochen und einer Überplanung zugestimmt. Hintergrund ist der Wunsch, das Angebot im Mietwohnungssektor zu erhöhen und gleichzeitig die Qualität des Wohnumfeldes zu verbessern.

Dass beide Investoren ihr eigenes Ding machen wollen und eigene Ziele verfolgen, wurde nicht nur beim Ortstermin überdeutlich. Auch in der anschließenden Sitzung im Rathaus nahmen Fritz Korth und Gerd Benoit jeweils auf der anderen Seite des Saales Platz. Stadtplaner Thomas Krämer, der von Seiten der Stadt den B-Plan 78 begleitet, stellte bei der Präsentation der Pläne eines ganz klar: „Was wir hier besprechen, sind nur Entwürfe. Wir stehen noch ganz am Anfang der Planung. Bevor hier etwas passiert, gehen bestimmt noch ein, zwei Jahre ins Land.“

Von Sebastian Prey

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