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Bad Schwartau Schöne Aussicht: Die Zukunft auf den Bauzaun gemalt
Lokales Bad Schwartau Schöne Aussicht: Die Zukunft auf den Bauzaun gemalt
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12:50 11.02.2016
„Künstler-Treff“ am Markt vor den kunstvoll gestalteten Bauzaun-Transparenten. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

 Die Stadt Bad Schwartau, die Aktivgruppe Handel & Gewerbe (AHG) sowie die für das Stadtmanagement verantwortliche ews group haben unlängst eine Malaktion ausgelobt. Unter dem Motto „Wir bauen unsere Zukunft!“ haben Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten Wirbelwind und von der Lebenshilfe Bilder gemalt. Die Ergebnisse wurden auf Transparente gedruckt, die jetzt die Bauzäune auf dem Markt verschönern. „Der Kreativität haben wir keine Grenzen gesetzt“, so ews-Geschäftsführer Dieter Witasik. Entsprechend bunt und unterhaltsam sind die rund 50 abgebildeten Zeichnungen. Mikus (6) hat ein großes Schiff auf dem Meer, eine kleine Insel und einen Hai gemalt. Das Bild von Svenja (5) zeigt ein großes Haus mit der Nummer 555 und Niklas (5) hat eine Eisenbahnstrecke und ein gelbes Haus gezeichnet. „Das ist schön, dass alle hier mein Bild sehen können“, bemerkt Niklas mit einem stolzen Lächeln. Doch nicht nur Kinder waren für die Transparente kreativ. „Ich kritzel gerne ein wenig“, erklärt Renate Fester bescheiden. Die 74-Jährige hat zwei schöne und lebendige Stadtansichten gefertigt — mit Geschäften und spielenden Kindern. „So stelle ich mir eine lebendige Stadt vor“, sagt Fester, die auch dem Seniorenbeirat angehört.

„Wir nehmen das Pflaster so auf, dass es gleich wieder genutzt werden kann.“

Vorarbeiter André Vauk

Die AHG hat die Herstellung der drei Großtransparente gefördert. „Wir freuen uns, dass es jetzt weitergeht mit dem Umbau“, begründet der Vorsitzende Lars Matzen. Weitere Blickfänge in der Innenstadt werden in Kürze platziert. „Wir werden weitere Visualisierungen aufstellen, um die Innenstadt der Zukunft zu zeigen“, berichtet Bauamtsleiter Thomas Sablowski, der aber vor allen auch darauf achten wird, dass der Bauzeitplan gehalten wird. „Der Plan ist ehrgeizig.“

Stein für Stein wird derzeit schon in der Markttwiete aufgenommen. Mit einer Kelle wird der Klinker anschließend vom Sand gesäubert und auf einer Palette gestapelt. „Zum Abschluss kommt noch Folie zum Transport herum“, erklärt Vorarbeiter André Vauk von der Firma Asa-Bau Mecklenburg. „Das sieht nicht besonders schnell aus“, räumt Vauk ein. Die aufwendig wirkende Arbeitsweise mache aber Sinn.

Schließlich werden die Steine aus der Markttwiete, die zunächst vorübergehend auf dem Bauhof in Langenfelde eingelagert werden, wieder eingebaut. So kommen die Steine teilweise schon für die Errichtung der Treppenanlage zwischen Rathausgasse und Markttwiete zum Einsatz.

Sebastian Prey

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