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Bad Schwartau Schuberth: „Problemfelder erfordern unsere ganze Kraft“
Lokales Bad Schwartau Schuberth: „Problemfelder erfordern unsere ganze Kraft“
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00:00 08.01.2013
Uwe Penderok (l.) und Heinz-Georg „HG“ Meyer werden mit dem Ehrenteller der Stadt Bad Schwartau ausgezeichnet.
Bad Schwartau

20 Minuten dauerte die Ansprache von Bürgermeister Gerd Schuberth. Er zog Bilanz, lobte die Aktivitäten im abgelaufenen Jubiläumsjahr. „Es war ein würdiges Geburtstagsfest von Bad Schwartauern für Bad Schwartauer“, berichtete der Verwaltungschef beim städtischen Neujahrsempfang in der vollbesetzten Mensa der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule. „Der Besuch ist rekordverdächtig. Wir haben 255 Stühle aufstellen lassen, trotzdem müssen einige stehen“, so der Büroleitende Beamte Hans-Peter Toll zufrieden. Doch für die meisten Gäste, darunter der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU), die Landtagsabgeordnete Sandra Redmann (SPD), Kreispräsident Jochen Wegener, Ratekaus Bürgervorsteherin Gabriele Spiller, Timmendorfer Strands Bürgermeisterin Hatice Kara sowie Lübecks stellvertretender Stadtpräsident Peter Sünnenwold fand sich natürlich ein bequemes Plätzchen.

Wer dann einen launigen Ausblick Schuberths auf das anstehende zweite Jubiläumsjahr „100 Jahre Bad“ erwartete, wurde enttäuscht. „Die großen Problemfelder erfordern unsere ganze Aufmerksamkeit und Kraft“, mahnte Schuberth an und zeichnete ein Bild voller Bedrohungen. Die Hinterlandanbindung der Festen Beltquerung über die sogenannte Bestandstrasse könnte die Lebensqualität massiv beeinflussen. „Auch die Verlegung der Stromautobahn im 380kV-Bereich über unser Stadtgebiet im Rahmen des Freileitungsbaus gilt es auch alle Fälle zu verhindern“, so Schuberth, der neben der Abwehr des überdimensionalen Shopping-Centers bei Ikea, auch neue Konzepte erarbeiten will, um die eigenen Stärken Bad Schwartaus herauszuarbeiten.

Angesichts so kämpferischer Ankündigungen stimmte auch Ingo Gädechens in seinem Grußwort mit ein: „Der Bürgermeister hat nicht nur Zähne zum Lächeln, sondern auch zum Beißen.“ Er kündigte Unterstützung für Bad Schwartau in Sachen Hinterlandanbindung an. „Wir müssen alle gemeinsam Obacht geben. Bad Schwartau hat schon mit der Autobahn leidvolle Erfahrungen in Sachen Lärmschutz machen müssen. Es muss die beste Lösung her. Und zwar nicht für die Haselmaus und Co, sondern für die Menschen in der Region“, sagte Gädechens, der sich für die gute musikalische Unterhaltung bei der Big Band Bad Schwartau bedankte. „So gut beswingt bin ich noch nie am Drei-Königs-Tag unterhalten worden“, so Gädechens, der damit wohl auch die Meinung der Gäste traf. Thorsten Semrau, Bürgermeister der Partnerstadt Bad Doberan: „Es ist toll, wie kraftvoll die Band uns heute allen den Marsch geblasen hat.“

Freude gab es auch bei Uwe Penderok und Heinz-Georg („HG“) Meyer. Die beiden Sportfans haben sich seit Jahrzehnten in ihren Sportvereinen ehrenamtlich eingesetzt. Penderok (71) beim SV Olympia und HG Meyer (66) beim VfL Bad Schwartau. Beide wurden mit dem Ehrenteller der Stadt Bad Schwartau bedacht. „Der Hauptausschuss hat diesen Vorschlägen einstimmig zugestimmt“, erklärte Bürgervorsteher Jürgen Habenicht. Der 66-jährige Meyer war viele Jahre Leiter der Handballabteilung und dürfte vielen als die „Stimme der Hansehölle“ bekannt sein. Meyer nutzte die Gunst der Stunde und machte Werbung fürs Ehrenamt. „Ob in der Politik oder im Sport. Es ist wichtig, seinen Beitrag als Ehrenamtler zu leisten“, so Meyer. Der Olympianer Penderok gehörte zwar nie dem Vorstand an. Der 71-jährige frühere Sky-Markt-Leiter hat aber immer Mittel und Wege gefunden, dem Verein zu helfen. Zunächst als torhungriger Mittelstürmer und nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn 1976 stand er dem Verein nicht nur mit Treffern, sondern auch mit Rat und Tat zur Seite.

Sebastian Prey

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