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Bad Schwartau Schuleinsatz gegen HIV und Aids
Lokales Bad Schwartau Schuleinsatz gegen HIV und Aids
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19:17 29.11.2016
Bei der offiziellen Übergabe der Kooperationsurkunde vergangene Woche in der Elisabeth-Selbert Gemeinschaftsschule sorgte die Schulband „Starkstrom“ für den musikalischen Rahmen. FOTO: KATRIN DIEDERICHS

Morgen ist Welt-Aids-Tag. Immer am 1. Dezember erinnern weltweit Organisationen an die Erkrankung, rufen zu Solidarität mit Infizierten und deren Angehörigen auf. Und auch in den Schulen sind HIV und Aids immer wieder Thema: So auch an der Bad Schwartauer Elisabeth-Selbert Gemeinschaftsschule. Seit kurzem ist die Schule offizielle Partnerschule der bundesweiten Initiative „Jugend gegen Aids“ (JGA). Der gemeinnützige, von Jugendlichen und jungen Erwachsenen betriebene Verein setzt sich seit 2009 bundesweit für die Aufklärungsarbeit rund um das Thema Sexualität, „Safer Sex“ und sexuell übertragbare Krankheiten ein. Mit direkten Slogans und kreativen Werbekampagnen, auf Musikfestivals und Straßenfesten kommen die über 500 aktiven Mitglieder mit Jugendlichen in Kontakt, verteilen Kondome und Infomaterial.

Ihre Aktionen posten die Mitglieder auch auf Social-Media Plattformen wie Instagram. Facebook ist sogar offizieller Sponsor der Initiative. „Es ist wichtig, die Themen ins Bewusstsein der Jugendlichen zu rufen“, sagt Marlon Jost (21), Gründungsmitglied des JGA. „Für viele Jugendliche ist Aids zu weit entfernt, viele glauben, die Pille sei das wichtigste Verhütungsmittel.“

Die Kooperation mit der Elisabeth-Selbert Gemeinschaftsschule ergab sich über das Aufklärungsprojekt „Positive Schule“, das der JGA mittlerweile deutschlandweit an 50 Schulen initiiert. Das Konzept: Die „Peers“, junge ehrenamtliche Mitarbeiter des Vereins, gehen in die Schulen, klären dort Jugendliche der siebten bis zehnten Klasse über Sexualität und Geschlechtserkrankungen auf.

Zwei Workshops zu je 90 Minuten gibt es pro Schuljahr, bei denen die jungen Ehrenamtler den Schülern vor allem auf Augenhöhe begegnen wollen. „Die Lehrer sind nicht dabei“, erklärt Lennart Falk (21) Referent für Public Affairs beim JGA. „Es dürfen alle Fragen gestellt werden, die Workshops sollen den Sexualkundeunterricht an den Schulen ergänzen.“ Der ehemalige Schüler der Elisabeth-Selbert Gemeinschaftsschule war es auch, der die Kooperation mit Jugend gegen Aids ins Rollen brachte. „Ich habe meine ehemalige Biologie-Lehrerin kontaktiert, sie war sofort begeistert von der Idee.“

Die ersten Workshops fanden bereits im Frühjahr in den achten Klassen der Schule statt. „Die Resonanz der Schüler war durchweg positiv“, sagt Birgit Solbach (63), die als Lehrerin das Projekt an der Schule koordiniert. „Im normalen Unterricht wird Sexualkunde ja doch immer distanzierter vermittelt, da werden die entscheidenden Fragen oft nicht gestellt.“

Katrin Diederichs

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