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Bad Schwartau Schwierige Ortsbegrüßung: Tafel statt Werbe-Stele
Lokales Bad Schwartau Schwierige Ortsbegrüßung: Tafel statt Werbe-Stele
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19:15 26.02.2015
„Andere bauen für Millionen, und wir bekommen nicht einmal ein Schild.“ Andreas Marks (WBS)
Bad Schwartau

Vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) steht am 11. März die nächste Ikea-Verhandlung zwischen Bad Schwartau und Lübeck an. Vor fast zwei Jahren hatte Bad Schwartau Klage gegen Ikea und das Luv-Shopping-Center beim OVG eingereicht. Ziel: Nutzungseinschränkungen für den Anbieter auf der grünen Wiese. Ungeachtet dieses Rechtsstreits laufen die Geschäfte seit einem Jahr in dem Dänischburger Einkaufstempel.

Um den Konkurrenten zumindest ein wenig die Stirn zu bieten, haben sich Bad Schwartaus Wirtschaft und auch die Verwaltung zusammengetan. Gemeinsam sollte eine große Werbetafel in Autobahnnähe an der L181/Kaltenhöfer Straße platziert werden — für rund 40000 Euro. Doch jetzt liegt das Projekt auf Eis. Vom Landesamt für Straßenbau gibt es keine Genehmigung. „Es ist schon paradox. Andere bauen für Millionen, wie sie wollen und wir dürfen noch nicht einmal ein Schild aufstellen“, sagte unlängst Andreas Marks (WBS) leicht frustriert.

Bürgermeister Gerd Schuberth bestätigte jetzt im Hauptausschuss, dass es mit der großen geplanten Werbe-Stele Probleme gibt. „So wie es einmal geplant war, wird die Werbung für unsere Stadt nicht aufgestellt werden können“, so der Verwaltungschef. Das zuständige Landesamt für Straßenbau habe bemängelt, dass der Schutzstreifen zur Autobahn nicht eingehalten werde. Daher könnten Autofahrer zu sehr abgelenkt werden. Ob dieser Absage habe sich die Verwaltung um andere Standorte in der Nähe bemüht, aber auch hier gibt es rechtliche Hürden. „Die geplante Werbe-Stele ist so groß, dass sie genehmigungspflichtig wäre. Wir müssten dafür extra einen B-Plan aufstellen, aber das steht in keiner Relation“, so Schuberth. Er kündigte an, dass die Verwaltung schon an einem kleineren Alternativ-Vorschlag arbeite. Die geplante Werbe-Stele war rund sechs Meter hoch und drei Meter breit.

Lars Matzen, Sprecher der Aktivgruppe Handel und Gewerbe (AHG), findet die Entwicklung nicht so dramatisch. „Der Entwurf, der gemacht wurde, war ohnehin nicht optimal. Farbe, Form und Größe haben irgendwie nicht zu Bad Schwartau gepasst“, so Matzen, der sich zum Übergang mit einer kleinen Lösung in Form einer Ortsbegrüßung anfreunden kann. „Wir sollten die Umgestaltung der Innenstadt abwarten, um dann eine Lösung aus einem Guss zu präsentieren — und dann am besten an jedem Ortseingang. Dann können dort auch die verbauten Elemente aus der Innenstadt miteinfließen“, so Matzen, der es durchaus anerkennt, dass die Politik einen Zuschuss von rund 20 000 Euro gewähren wollte. Der liegt allerdings jetzt auf Eis. „Wenn der Standort und auch die Werbetafel geändert werden, kann der Zuschuss so nicht fließen. Der neue Vorschlag müsste dann auch wieder im Bauauschuss diskutiert werden“, stellte Uwe Beckmann von der SPD klar.

Sebastian Prey

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