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Bad Schwartau Senioren im Straßenverkehr: Auffrischen der Regeln
Lokales Bad Schwartau Senioren im Straßenverkehr: Auffrischen der Regeln
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18:16 10.02.2016
Der Unfall in der Eutiner Straße, den kürzlich ein 87-Jähriger in Bad Schwartau verursachte, war auch Thema bei Senioren in Stockelsdorf. Quelle: Prey
Wie verhalte ich mich sicher im Straßenverkehr? Das war die Kernfrage bei der Veranstaltung, zu der der Stockelsdorfer Seniorenbeirat jetzt eingeladen hatten. Der Verkehrsexperte und Fahrlehrer Stefan Rath aus Pansdorf war als Referent geladen, um zu erklären beziehungsweise in Erinnerung zu rufen, worauf es ankommt in bestimmten Situationen. Wenn man einen stehenden Bus überholen will, was in einem Kreisel zu beachten ist oder in einem Tunnel.

„Wer im Kreisel ist, der hat Vorfahrt.“

Stefan Rath, Fahrlehrer

Aus gegebenem Anlass mit Blick auf den Unfall vor wenigen Wochen, bei dem ein 87-Jähriger in Bad Schwartau zwei Fußgänger übersah, umfuhr und schwer verletzte, war bei dieser Veranstaltung auch das Thema Fahrtüchtigkeit im Alter ein Thema. „Über dieses Thema wird jetzt einfach viel diskutiert“, sagt der Seniorenbeiratsvorsitzende Siegfried Müller, „das beschäftigt die Leute eben und jeder hat so seine Meinung dazu.“ Rund 40 Senioren aus Stockelsdorf und Umgebung waren der Einladung zu diesem Vortrag gefolgt. „Das freut uns sehr, dass es so viele geworden sind“, so Müller.

Scheinbar nicht mehr so frisch in Erinnerung war bei vielen Veranstaltungsbesuchern die Sache mit dem Kreisverkehr. „Zunächst einmal wird nur dann geblinkt“, so Stefan Rath, „wenn man rausfährt aus dem Kreisel, nicht wenn man reinfährt.“ Und wer im Kreisel ist, der hat Vorfahrt — soweit klar. „Aber wer hat eigentlich Vorfahrt am neuen K13-Kreisel, wenn dort Radfahrer auf dem ausgewiesenen Radweg unterwegs sind?“, wollte ein Senior wissen. Von der richtigen Antwort aus dem Munde des Fahrlehrers war dann doch der eine oder andere ein wenig überrascht: „Da gilt dann Paragraph 1, der Radfahrer hat Vorfahrt, egal aus welcher Richtung er auf dem Radweg unterwegs ist. Damit muss der Autofahrer rechnen.“

„Also ich muss sagen, ich habe heute ein paar Sachen dazugelernt“, gesteht Gisela Draver, die als Gast aus Bad Schwartau zum ersten Mal in der Runde der Stockelsdorfer Senioren dabei war.

Fahrlehrer Stefan Rath legte den Senioren zu guter Letzt noch ans Herz, die Beipackzettel von Medikamenten aufmerksam zu lesen — und notfalls das Auto stehen zu lassen. Und wer selbst wissen möchte, wie fahrtauglich er oder sie noch ist, der kann bei Rath, der auch offizielle Fahr-Fitness-Checks nach Maßgabe des ADAC macht, einen solchen Test absolvieren. Das heißt, einmal eine Dreiviertelstunde mit Stefan Rath als Beifahrer im eigenen Auto fahren. „Und Sie müssen da keine Angst haben, dass ich Ihnen da den Führerschein wegnehme“, so Rath, „es passiert Ihnen gar nichts — außer dass ich Ihre Fahrleistung einschätze.“

Doreen Dankert

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