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Bad Schwartau Sicherheitsberater als Mittler zwischen Bürger und Polizei
Lokales Bad Schwartau Sicherheitsberater als Mittler zwischen Bürger und Polizei
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18:14 10.11.2017
Gemeinsam für eine sichere Stadt: Polizist Werner Konkat und Sicherheitsberater Axel Gieseler engagieren sich seit Jahren dafür, Menschen vor kriminellen Machenschaften zu warnen. Quelle: Foto: Sebastian Prey
Bad Schwartau

Rund 40 Jahre war Axel Gieseler als Polizist tätig. Der fitte 76-Jährige ist schon lange in Pension. Doch für Recht und Ordnung setzt er sich noch immer ein. Seit drei Jahren ist er als Sicherheitsberater für Senioren in Bad Schwartau, Stockelsdorf und Ratekau tätig. Eine ehrenamtliche Arbeit, der er mit viel Herzblut nachgeht. „Wenn man mitbekommt, wie stark die Leute nach Überfällen, Einbrüchen oder auch Trickbetrügereien traumatisiert sind, lässt einen das nicht kalt“, sagt Gieseler, der deshalb auch nicht müde wird, vor gewissen Gefahren immer wieder zu warnen.

Als Sicherheitsberater für Senioren hat sich Axel Gieseler in Bad Schwartau und Umgebung schnell einen Namen gemacht. Seine Vorträge und Sprechstunden sind stets gut besucht. Mit seiner Arbeit unterstützt und entlastet Gieseler auch die Polizei.

2.

Auflage einer Sicherheitsmesse: Am Sonnabend, 16. Dezember, organisiert Axel Gieseler eine Schau rund um das Thema Sicherheit in der Krummlandhalle. Im

Mittelpunkt wird

vornehmlich das Thema Einbruchschutz stehen. Zahlreiche Firmen und auch die Polizei sind

dabei.

Um die 20 Vorträge hält der Sicherheitsberater im Jahr. Im Schnitt hat er so um die 50 Zuhörer und bei seinen Sprechstunden im Haus der Senioren hat Gieseler auch immer genug zu tun. „In der Anfangszeit waren bis zu 17 Leute da. Mittlerweile ist es auf ein normales Maß geschrumpft“, berichtet Gieseler, der auch über einen guten Draht zur hiesigen Polizei, zur Polizeidirektion, zum Weißen Ring, zur Arbeiterwohlfahrt und zu den Seniorenbeiräten verfügt. „Ich bin eine Art Mittler zwischen den Bürgern und Institutionen“, beschreibt Gieseler sein Tätigkeitsprofil. Schließlich hat er auch den Status einer Vertrauensperson und das nicht nur bei Sicherheitsfragen.

„Axel Gieseler macht als Berater und Zuhörer einen super Job. Er entlastet und hilft der Polizei bei der Präventionsarbeit“, hebt Werner Konkat von der Polizeizentralstation Bad Schwartau hervor.

Konkat hat auch schon zahlreiche Veranstaltungen von Gieseler begleitet. „Er genießt großes Vertrauen, kommt bei den Leuten gut an und nimmt ihnen die Bedenken zur Polizei zu gehen“, erklärt Konkat.

Viele, die Opfer von Haustürgeschäften oder von Enkeltrick-Betrügern geworden sind, schämen sich dafür und bringen diese Taten lieber gar nicht erst zur Anzeige. Jüngst ist wieder ein Ahrensböker Opfer von einer Handwerker-Kolonne geworden. Die haben an der Haustür geklingelt und erklärt, dass sie von einem anderen Auftrag noch viel Asphalt übrig haben. Gegen eine kleine Summe von 800 Euro würden sie die Auffahrt neu machen. Der Mann willigte ein, die Auffahrt wurde asphaltiert, allerdings so, dass nach einmaligem Befahren alles ganz brüchig wurde. Die Teerkolonne war da schon längst mit 800 Euro in der Tasche wieder weg. „Der Auftraggeber wusste ganz genau, dass man zu dem Preis normalerweise keine neue Auffahrt bekommt. Das Angebot war aber so verlockend, dass er schwach geworden ist. Die Gier sorgt immer wieder dafür, dass so etwas passiert“, berichtet Gieseler. Schließlich hat die neue Auffahrt am Ende 4500 Euro gekostet.

Dass ausgerechnet viele ältere Leute auf solche Tricks reinfallen, dafür gebe es laut Gieseler gleich mehrere Gründe. „Viele sind einsam und freuen sich über einen neuen Kontakt. Leider überschätzen sich aber auch viele und meinen, dass sie aufgrund ihrer Lebenserfahrung sehr wohl zwischen gut und böse unterscheiden können – das ist aber meist der fatale Fehler.“

Von Sebastian Prey

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