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Bad Schwartau Sieben Kitas — ein Anmeldeverfahren
Lokales Bad Schwartau Sieben Kitas — ein Anmeldeverfahren
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21:23 27.06.2013
Von Sebastian Prey
Freuen sich über die Einigung und hoffen, dass alle von der neuen Kita-Anmelderegelung profitieren: Brigitte Rahlf-Behrmann, Almuth Jürgensen, Rolf Petersen, Julia Eckhardt und Manfred Beckmann (v.l.). Quelle: Foto: Sebastian Prey

Sieben Kindertagesstätten und Krippen gibt es in der Gemeinde Stockelsdorf. Alle sieben, die sich zum Teil in unterschiedlicher Trägerschaft befinden, haben lange Wartelisten. Das aber nicht unbedingt, weil der Bedarf größer ist als die Zahl der Plätze. Um sicher zu gehen, dass ihr Kind tatsächlich auch einen Betreuungsplatz bekommt, melden Eltern häufig ihre Kinder gleich bei mehreren Kitas an. „Da ist es schwierig, einen wirklichen Überblick zu bekommen. Wir wissen, dass wir den gesetzlichen Bedarf abgedeckt haben, aber wie groß der Bedarf tatsächlich ist, wissen wir nicht genau“, sagt Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann, die jetzt mit einem zentralen Verfahren Licht in den Anmelde-Dschungel bringen will. „Auf der Grundlage der Bedarfszahlen müssen auch Millionen bewegt werden. Da werden auch konkrete und verlässliche Zahlen benötigt“, so Rahlf-Behrmann.

Doch nicht nur die Verwaltung soll von dem neuen Verfahren profitieren. „Für die Eltern ist es jetzt auch einfacher. Sie müssen nicht mehr alle Kitas abklappern, um sich auf die Liste setzen zu lassen. Die Anmeldung findet nun zentral im Rathaus statt“, sagt Pastorin Almuth Jürgensen als Vertreterin der evangelisch-lutherischen Kirche, die für die Trägerschaft von fünf Kitas verantwortlich zeichnet. Doch der Schritt zu einem einheitlichen Anmeldeverfahren hat viel Überzeugungsarbeit gekostet. „Es hat auch schon etwas mit Machtverlust zu tun“, räumt Manfred Beckmann vom Verein Haus der Gartenzwerge ein. Auch bei den Verantwortlichen für die Kita in Curau gab es Bedenken, räumt Rolf Petersen von der dortigen Kirchengemeinde ein. „Es ist aber auch ein Stück Erleichterung“, so Petersen, denn durch das zentrale Anmelde- und Vergabeverfahren für alle Krippen- und Kitaplätze fällt auch für die unter starker Belastung stehenden Mitarbeiter Arbeit weg.

Die Arbeit bleibt jetzt allein bei der Verwaltung in persona von Julia Eckhardt hängen. Die Mitarbeiterin im Hauptamt koordiniert Anmeldung und Vergabe. Julia Eckhardt wertet die Anmeldeformulare mit Angaben zu den Eltern und Kindern sowie besonderen Wünschen und Prioritäten aus, um dann die Plätze zu vergeben. „Dass am Ende jeder da landet, wo er auch hin möchte, können wir nicht garantieren.

Diese Garantie gab es aber auch nie“, so Brigitte Rahlf-Behrmann, die darauf Wert legt, dass der Betreuungsvertrag aber weiterhin zwischen der Einrichtung und den Eltern geschlossen wird.

Das neue Verfahren kommt erstmals für das Kindergartenjahr 2014/2015 zum Tragen. Frühestens ab 1. August und bis spätestens 31. Dezember 2013 müssen Eltern die Anmeldeformulare, die es im Rathaus oder im Internet (www. stockelsdorf.de) gibt, ausgefüllt einreichen. Ebenfalls bis zum 31. Dezember melden die Kitas der Verwaltung die Zahl der freien Plätze für das nächste Kindergartenjahr. Im Januar bekommen die Kitas dann Post aus dem Rathaus mit der Liste anzunehmender Kinder. Die Eltern erhalten daraufhin die Platzzusage von der Kindertagesstätte.

Die Kitas
7 Einrichtungen machen mit: Kita Arche Noah, Breslauer Straße 10, vier Elementar- und zwei Krippengruppen. Kita Curau, Dakendorfer Weg 12, drei Gruppen. Kita Haus der Gartenzwerge, Eichenweg 7, zwei E- und eine K-Gruppe. Kita Martin-Luther-Haus, Schulweg 1a, eine Gruppe. Kita Unter‘m Regenbogen, Am Bahndamm 1, fünf E- und zwei K-Gruppen. Kita Unter‘m Sternenzelt, Ahrensböker Straße 5, fünf Gruppen. Kita Zum Guten Hirten, Parkweg 2, vier E- und eine K-Gruppe.

Sebastian Prey

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