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Bad Schwartau Sommerbiathlon im Riesebusch
Lokales Bad Schwartau Sommerbiathlon im Riesebusch
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20:39 13.06.2016
Pfeil und Bogen-Experte Erik Höltgebaum beobachtet das Duell der Sportfreunde Peter Adam (49) und Stefan Heidmann (51, v.l.) am Schießstand. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

Gespannt blickt Peter Adam (49) auf die Zielscheibe. Der letzte Pfeil von Stefan Heidmann (51) verfehlt das Ziel. „Dann müssen wir jetzt beide in die Strafrunde“, ruft Adam mit einem Lächeln. Und schon macht sich das Duo mit seinen Offroad-Rollskis auf die nächste 2,4 Kilometer lange Runde durch den Riesebusch. Adam und Heidmann, die regelmäßig auf Rollen im Wald unterwegs sind, haben sichtlich ihre Freude am ersten Sommerbiathlon in Bad Schwartau. „Langlauf und Bogenschießen – das ist eine interessante Kombination und genau mein Ding“, verrät Heidmann, der sich mit Peter Adam ein Duell auf Augenhöhe liefert.

Die Premiere auf Rollen und mit Pfeil und Bogen durch den Riesebusch kam bei den Teilnehmern gut an. Nur die Resonanz hätte insgesamt besser sein können.

Die Sommerbiathlon-Premiere läuft für die Organisatoren Bodo Lux vom VfL Bad Schwartau und Erik Höltgebaum, Inhaber von Try and Arrow Lübeck, aber nicht ganz so wie erhofft. „Es ist halt nicht einfach, die Menschen zu motivieren. Viele gucken gerne Biathlon im Fernsehen, aber selbst sportlich aktiv zu werden, ist schon schwieriger“, sagt Lux. Höltgebaum bleibt entspannt, wie es sich für einen Bogenschützen gehört. „Ich hatte keine Erwartungen, deshalb kann ich auch nicht enttäuscht sein. Zumal ich auch genug zu tun habe“, sagt Höltgebaum, der in der Tat am „Schießstand“ ein gefragter Mann ist. „Ich habe das noch nie gemacht“, gesteht Ulrich Albert, der beim Bogenschießen statt der Zielscheibe lieber die Wildschweinattrappe anvisiert. Von sechs Pfeilen treffen zwei das Ziel. „Das ist eine nette Abwechslung“, sagt der 65-Jährige, der regelmäßig mit Bodo Lux auf Offroad-Rollskis unterwegs ist. „Eigentlich bin ich ja kein Freund vom Schießen. Mit einem Gewehr würde ich das auch nicht machen“, verrät Albert.

Auch der Stockelsdorfer Andreas Sassenhagen (51) ist in erster Linie wegen des Langlaufs zum ersten Sommerbiathlon gekommen. „Das ist einfach eine gute Alternative zum Skilanglauf – gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels“, so der Bauingenieur, der das erste Mal auf Rollen unterwegs ist. „Das werde ich mit Sicherheit weitermachen“, sagt Sassenhagen, der sich auch beim Bogenschießen probiert und einräumt: „Das ist schwieriger, als ich gedacht habe.“

Unterdessen kommen die Sportfreunde Adam und Heidmann zeitgleich zum zweiten Schießen. Das Duell an der Scheibe kann Adam knapp für sich entscheiden. Bogenschützin Elisabeth Höltgebaum ist voll des Lobes: „Die beiden sind ja echte Talente.“

Talentiert kommt auch die Familie Kausch/Stein daher. Christian (43) und Philipp (7) stehen erstmals auf Rollski. Mutter Elke (40) hat das „in der Jugend schon einmal gemacht“. Bodo Lux gibt eine kleine Einweisung, aber die scheint gar nicht vonnöten. Vater und Sohn rollen problemlos los. „Alle Achtung. Das sieht ja richtig gut aus“, lobt Lux, der einen zweiten Sommerbiathlon in Bad Schwartau nicht verspricht, aber auch nicht ausschließt.

Sebastian Prey

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