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Bad Schwartau Sondersitzung zum Thema Breitband
Lokales Bad Schwartau Sondersitzung zum Thema Breitband
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09:30 16.03.2016
Bürgervorsteher Harald Werner und Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann dankten Ehrenamtler Marc Meinke (Mitte). Quelle: DD

Ein Thema hat bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung Stockelsdorf für reichlich Diskussionsstoff gesorgt: die Breitbandversorgung. So viel steht fest: Es wird dazu am 11. April eine Sondersitzung der Gemeindevertreter geben, die an diesem Tag entscheiden werden, ob sich die Großgemeinde in das Boot der Breitbandsparte des Zweckverbandes begibt oder nicht.

„Sie haben viel von Ihrer Freizeit geopfert, dafür danken wir Ihnen sehr.“Bürgervorsteher Harald Werner

Doch vorab gab es Dankesworte, Blumen und die Bronzene Ehrenmedaille für Marc Meinke für sein Ehrenamt in der Feuerwehr Stockelsdorf. In seiner Laudatio würdigte Bürgervorsteher Harald Werner die Verdienste von Meinke, der 1988 in die Jugendwehr eingetreten war, die klassische Feuerwehrausbildung absolvierte, im September 2013 zum Ortswehrführer gewählt wurde und Mitte 2015 auf eigenen Wunsch von diesem Amt zurücktrat und fortan „nur“ noch aktives Wehrmitglied sein will. „Sie haben viel von Ihrer persönlichen Freizeit geopfert“, so Werner, „deshalb sind Sie ein Vorbild und dafür können wir Ihnen gar nicht genug danken“.

Hintergrund der Breitband-Diskussion ist die Frage, wie insbesondere in ländlichen Bereichen ein schnelleres Internet installiert werden kann. Eine Möglichkeit, die bereits seit drei Jahren in Stockelsdorf im Gespräch ist, ist der Beitritt zur Breitbandsparte der Zweckverbandes Ostholstein (die LN berichteten). Jetzt befindet man sich in Stockelsdorf in der Endphase der Entscheidungsfindung. Der Vertragsentwurf liegt vor, die endgültigen Zahlen sollen Anfang April auf dem Tisch der Gemeindevertreter liegen — und am 11. April schlägt dann die Stunde der Wahrheit.

Und klar ist jetzt schon, dass nicht alle Stockelsdorfer Gemeindevertreter von dieser Idee begeistert sind. Heftigen Gegenwind gibt es vor allem von Seiten der Grünen. „Im Vertrag steht“, begründet Sabine Gall-Gratze ihre Bedenken, „dass der Zweckverband entscheidet, ob und wenn ja, wo ausgebaut wird. Aber das wollen wir nicht. Wir wollen überall Breitbandausbau haben“. Zudem machte Gall-Gratze darauf aufmerksam, dass zahlungskräftige Kommunen wie Eutin oder Timmendorfer Strand schon ausgestiegen seien aus den Verhandlungen.

Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann (parteilos) plädierte nach wie vor dafür, diesen Weg mit dem Zweckverband zu gehen. Rückendeckung bekam sie vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Gurth — allerdings mit der Einschränkung, dass der Zweckverband mit einer Zusage Stockelsdorf in den ersten Cluster packen müsse mit einer Breitband-Realisierung bis 2018. „Wir können die Dörfler nicht bis 2023 vertrösten“, so Gurth, „und wenn der Vertrag nicht tragbar ist, könnte es sein, dass er keine breite Mehrheit findet“.

Von Doreen Dankert

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