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Bad Schwartau Spielplatz Schmiedekoppel bleibt weiter ein Trauerspiel
Lokales Bad Schwartau Spielplatz Schmiedekoppel bleibt weiter ein Trauerspiel
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22:51 14.10.2016
Aus dem sandigen Boden auf dem brachliegenden Spielplatz Schmiedekoppel sprießt das Unkraut. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

Stadtvertreter Norbert Leihe (CDU) hat genau nachgezählt. „Seit 2011 stand das Thema Spielplatz Schmiedekoppel schon 14 mal auf der Tagesordnung der politischen Gremien“, erklärte Leihe jetzt in der Stadtvertretung erbost. Doch passiert ist bislang nichts. Vor mehr als einem Jahr wurden die Spielgeräte abgebaut. Auf der Freifläche, die jetzt mehr und mehr zum Hundeklo verkommt, sprießt das Unkraut. „Wann passiert da denn endlich etwas?“, wollte Leihe von der Verwaltung wissen. Schließlich wurden ja bereits 242 000 Euro für einen neuen Spielplatz im Haushalt bereitgestellt.

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Seit 2011 steht das Areal regelmäßig auf der Tagesordnung der politischen Gremien – Vor Frühjahr 2017 wird mit der Neugestaltung aber nicht begonnen.

Neue Stadtvertreterin

Sabine Klüver sitzt ab sofort für die CDU in der Stadtvertretung Bad Schwartau. Sie tritt somit die Nachfolge von Rainer Stracke an, der aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niederlegen musste. Zu Beginn der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurde Sabine Klüver im großen Sitzungssaal vom stellvertretenden Bürgervorsteher Manfred Mohr (SPD) vereidigt.

Bürgermeister Uwe Brinkmann, der erst seit August im Amt ist, räumte ein, dass die Situation mehr als unbefriedigend sei. „Das Thema ist mir aus meinem Wahlkampf wohl bekannt“, erklärte Brinkmann, der sich entsprechend mit dem Spielplatz Schmiedekoppel schon auseinandergesetzt hat. „Es gibt sicher Optimierungsbedarf im Rathaus, aber auch bei der parlamentarischen Entscheidungsfindung“, so Brinkmann. Schließlich habe der Hauptausschuss die Mittel erst im Juni dieses Jahres freigegeben. „Die Verwaltung kann nur Dinge umsetzen, wenn die politischen Beschlüsse vorliegen“, so Brinkmann, der aber auch einräumte, dass die personelle Situation speziell im Bauamt schwierig sei. Zudem hätten sich auch die Anforderungen bei den Vergaberichtlinien so verschärft, dass es zu gewissen Überforderungen im Amt komme. An dieser Stelle sei er auch schon aktiv geworden. „Wir sind dabei, eine zentrale Vergabestelle in der Verwaltung einzurichten. Diesen Vorschlag hat der Landesrechnungshof übrigens schon in der Vergangenheit mehrfach gemacht“, sagte Brinkmann, der sich beim Thema zusätzliches Personal im Bauamt allerdings nicht weiter aus dem Fenster lehnen wollte.

„Wir sind dabei, die personelle Lage seriös zu prüfen. Zeitnah zum Haushalt und Stellenplan werden wir diese Hausaufgaben erledigen“, kündigte Brinkmann an.

Eines steht aber weiterhin fest. Die Kinder im Wohngebiet Schmiedekoppel müssen sich noch länger in Geduld üben. Derzeit wird erst die Vergabe ausgeschrieben. Laut Bauamtsleiter Thomas Sablowski kann dann frühestens nach der Frostperiode im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten begonnen werden.

Für die Spielplatz-Umgestaltung hatten sich alle Parteien ausgesprochen. Geplant ist, das Areal in vier Zonen zu unterteilen – mit Kleinspielfeldern, Klettergeräten, Sitz- und Lümmeltribüne, einem Sandkistenbereich für die Kleinsten sowie mit einem Abschnitt für Eltern, die ihre Kinder beaufsichtigen. Statt des Sanduntergrunds soll es einen Kunststoffbelag geben, der sich besser zum Spielen eignet und von Scherben freizuhalten ist.

 Sebastian Prey

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