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Bad Schwartau Stadtvertreter diskutieren über Tieferlegung der Bahnstrecke
Lokales Bad Schwartau Stadtvertreter diskutieren über Tieferlegung der Bahnstrecke
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18:17 18.12.2015

Es war eine Weihnachtssitzung wie sie im Buche steht. In aller Einigkeit beschlossen die Stadtvertreter in der letzten Sitzung des Jahres den Haushalt für das Jahr 2016 — und das trotz eines Fehlbetrags von 2,4 Millionen Euro. Und sogar einem gemeinsamen Antrag der SPD, der WBS und der Grünen stimmte die CDU gerne zu. Es geht um die Beantragung von Fördermitteln für die Neugestaltung des Bad Schwartauer Bahnhofs und der Eisenbahnstrecke. Auf einer Strecke von 1700 Metern könnte eine Tieferlegung der Strecke erfolgen, um so die Folgen der Hinterlandanbindung zu mindern. „Eine solche Förderung würde die Mobilität sicherstellen und verbessern“, so Reimer Fuhrmann von der WBS. Mittels einfacher Brückenbauten könnte die Problematik der höhengleichen Bahnübergänge in der Kaltenhöfer Straße/Geibelstraße und der Elisabethstraße kostengünstig gelöst werden. Bis zu 60 Prozent der Kosten könnte der Bund übernehmen. Um auch die CDU für den Antrag zu gewinnen, überhäufte Fuhrmann Ellen Brümmer mit Komplimenten. „Man liest ja über Sie, dass Sie fleißig, sachorientiert und durchsetzungsstark sind. Da stimme ich natürlich voll zu. Deswegen bin ich überzeugt davon, dass Sie Ihre Fraktion dazu bewogen haben, für den Antrag zu stimmen.“

Die Bürgermeisterkandidatin lächelte süffisant. „Das ist gar nicht notwendig. Wir haben nichts dagegen einzuwenden, dass Informationen eingeholt werden und stimmen für den Antrag.“ Peter Seedorf (CDU) dagegen äußerte Zweifel an der Umsetzbarkeit des Projektes. „Wenn ich vorsichtig ansetze, dass die Maßnahmen 100 Millionen Euro kosten, dann bleiben immer noch 40 Millionen Euro bei uns hängen.

Das ist dann eine Luftnummer.“ Dem entgegnete Uwe Beckmann (SPD) mit einer Anspielung auf die von Seedorf gewünschte Brücke über die Bahnschienen in Kaltenhof: „Das Wort Luftnummer trifft eher auf ein anderes Projekt zu. Wir müssen zunächst Informationen sammeln, um dann entscheiden zu können.“ Hinsichtlich der Kosten rechnet Fuhrmann mit einer deutlich geringeren Summe. „Die Maßnahmen werden um die 60 Millionen Euro kosten, der Stadt bleiben dann 24 Millionen Euro.“ Zudem habe die Maßnahme den Vorteil, dass deutlich weniger Lärmschutzwände benötigt werden. Die Stadtverordneten stimmten für die Einholung weiterer Informationen, nur Peter Seedorf enthielt sich. Inwieweit eine Förderung möglich ist und welche Kosten auf die Stadt zukommen, wird nun die Verwaltung klären.

Um den Lärmschutz ging es auch in einem Antrag der CDU. Einstimmig beauftragten die Stadtvertreter die Verwaltung, eine Stellungnahme der DB Netz AG und des Eisenbahnbundesamtes einzuholen, ob für den Bahnstreckenabschnitt Lübeck-Bad Schwartau Lärmschutzmaßnahmen auf der Basis von Neubaustandards geplant sind. Die Maßnahmen waren ursprünglich angekündigt, unklar sei allerdings, ob an der Planung festgehalten werde.

„Das ist eine Luftnummer.“
Peter Seedorf, CDU

Maike Wegner

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