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Bad Schwartau Standesgemäßer Abschied mit Jagdhornbläser für Horst Prell
Lokales Bad Schwartau Standesgemäßer Abschied mit Jagdhornbläser für Horst Prell
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18:13 21.09.2016
Immer ein Höhepunkt: die Brotzeit in der Jagdhütte.

Horst Prell ist eine Institution. Fast fünf Jahrzehnte hat der Jagdpächter Gruppen durch sein Revier geführt. Kinder und Erwachsene hat er 48 Jahre lang gemeinsam mit seiner Ehefrau Maura durch sein Wald-, Wasser- und Feldrevier in Sereetz geführt. „Es waren mit Sicherheit einige hundert Gäste gewesen“, sagt Prell. Jetzt war der 83-Jährige zum letzten Mal offiziell mit einer Besuchergruppe der Volkshochschule auf Morgenpirsch in seinem Revier. „Das ist ein enormer Verlust. Die Veranstaltung wird in unserem Programm fehlen. Die Teilnehmer waren immer angetan. Es wird schwierig sein, einen Nachfolger zu finden, aber wir bleiben dran“, so Hinrich Becker, Leiter der Volkshochschule. „Irgendwann muss mal Schluss sein. Der Jüngste bin ich ja auch nicht mehr“, so Prell, der seinen Abschied aber nicht groß feiern wollte.

„Ein Verlust. Die Veranstaltung wird in unserem Programm fehlen.“ Dr. Hinrich Becker, Leiter der VHS

Entsprechend hat Prell seine Abschiedstour mit Gästen durchs Revier nach ganz bewährter Art durchgezogen. Wie gewohnt, versammelte sich die Gruppe zunächst auf einer Waldwiese, um Prells Ausführungen über das Wildvorkommen in seinem Revier zu lauschen. Dabei wurde auch der eine oder andere Wildacker unter die Lupe genommen. Dabei wurde auch allen schnell klar, dass solche Ackerflächen nicht nur für Hase, Reh oder Wildschwein Leckerbissen vorhalten. Die blühende Pflanzenpracht bietet auch der Insektenwelt ein tolles Nahrungsangebot. „Hätten wir keine Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge, würde auch die Menschheit nicht überleben“, erklärte der Waidmann.

Anschließend ging es zu den Wildwechseln, Fegestellen, zur Spurensuche und zur Pflanzenkunde. Immer mit dabei waren vier Jagdhunde. „Es ist selbstverständlich, dass ein Jäger bei der Ausübung der Jagd einen brauchbaren Jagdhund an seiner Seite hat“, bekräftigte Jäger Dr. Holger Kähning, der auch ein ausgewiesener Experte für Erdgeschichte ist. Und so konnte er das Programm Prells an diesem Morgen noch mit einigen interessanten Beiträgen ergänzen. Er erklärte, wie man Bodenschichten und Steine altersmäßig einordnen kann. Zum Abschluss der Morgenpirsch ging es direkt zur Jagdhütte. Dort hatte Maura Prell in der Zwischenzeit kräftig aufgefahren und den Tisch mit vielen Spezialitäten gedeckt. Bei einem Glas Rotwein, frisch geräuchertem Rehrücken, Wildschweinmettwurst und Wildentenbrust ließen es sich die Gäste richtig gut gehen. Dabei wusste Prell auch noch die eine oder andere Geschichte zu erzählen. Hegeringleiter Dirk Eigen und andere Gäste bedankten sich für eine „wundervolle Ära, die jetzt der Vergangenheit angehört.“ Standesgemäß spielte dann auch zum Abschied eine Gruppe Jagdhornbläser auf. Eigen: „Waidmannsdank Maura und Horst Prell!“

gk

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