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Bad Schwartau Stockelsdorf nimmt Investor in die Pflicht
Lokales Bad Schwartau Stockelsdorf nimmt Investor in die Pflicht
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20:59 31.08.2017
Bauamtsleiter Dieter Rodewald (l.) und der stellvertretende Bürgermeister Andreas Gurth bei einem Ortstermin vor der Baustelle. Quelle: Fotos: Dd
Stockelsdorf

Direkt gegenüber der Kirche wird jetzt mächtig gebuddelt und gebaggert. Und dort, wo hinter dem Bauzaun der Graben ist, wird in absehbarer Zeit die neue Wand stehen vom künftig deutlich größeren Aldi-Markt im Zentrum von Stockelsdorf.

Im Gegenzug zur Aldi-Erweiterung wird das Umfeld aufgewertet.

Schon seit geraumer Zeit hatte Aldi die Pläne einer Filialerweiterung. Doch zunächst einmal mussten die baurechtlichen Voraussetzungen für diese Vergrößerung geschaffen werden. Und weil der Platz recht knapp ist und zudem das Grundstück der Kirche von den Gesamtbaumaßnahmen betroffen ist, musste für die Aldi-Erweiterung durch Verhandlungen im Vorfeld der Weg erst freigemacht werden.

„Das ist jetzt alles geregelt“, erklärt der zurzeit amtierende Bürgermeister Andreas Gurth bei einem Ortstermin. „Und dass wir das hinbekommen haben, war auch wichtig. Denn wir sind froh, dass wir den Supermarkt hier in Stockelsdorf haben und halten können“, erklärt Gurth und fügt hinzu: „Zwischenzeitlich war schon im Gespräch, dass Aldi uns hier verlassen würde, wenn es nicht die Möglichkeit einer Erweiterung gibt.“

Doch Aldi baut und bleibt im Ort. Um rund 200 Quadratmeter soll die Verkaufsfläche anwachsen. „Das soll ein ganz moderner Markt mit Backshop werden, wie der in Cleverbrück“, sagt Gurth. Doch im Zuge der Baumaßnahmen wird nicht nur an der Verkaufsfläche geschraubt. Auch die Freifläche zwischen der künftigen Hauswand und der Baumreihe, die schon zum Kirchengrundstück gehört, wird spätestens im Mai des kommenden Jahres in einem anderen Antlitz erscheinen.

„Die Aufenthaltsqualität wird in diesem Bereich deutlich steigen“, erklärt Bauamtsleiter Dieter Rodewald. Dieser Weg zwischen Discounter und Baumreihe wird komplett neugestaltet mit Granitbänken zwischen den Bäumen und einem ausgeklügelten Lichtsystem. Die Investition in diesen Weg beträgt allein rund 400000 Euro. Aber das wohl Beste daran ist, dass nicht die Gemeinde dafür in die Tasche greifen muss. „Wir haben mit dem Investor, der Aldi erweitert, einen super Deal gemacht“, erklärt Andreas Gurth, „denn die Kosten für die Freiflächengestaltung übernimmt er“. Ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Gemeinde und der Kirche sorgt dafür, dass die Gestaltungsmaßnahmen teilweise auch auf dem Kirchengrundstück stattfinden werden.

Dieter Rodewald weist ausdrücklich darauf hin, „dass die Bäume erhalten bleiben“. Bis zum Jahresende soll der Aldi-Anbau stehen, ab Januar 2018 soll nach Informationen des Bauamtsleiters der Innenausbau in dem Supermarkt beginnen. „Auf jeden Fall können wir durch diese Maßnahmen den Standort des Discounters für die nächsten zehn bis 15 Jahre in Stockelsdorf sichern“, erklärt Andreas Gurth.

 Doreen Dankert

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