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Bad Schwartau Technik, Sport und Wissen: Wettstreit der jungen Retter
Lokales Bad Schwartau Technik, Sport und Wissen: Wettstreit der jungen Retter
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21:54 23.09.2013
105 Meter Schlauch müssen die Jugendlichen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg in 75 Sekunden ohne Verdrehungen ausrollen. Quelle: M. Wegner

Sportlich müssen sie sein. Daneben noch Teamgeist zeigen und mit ihrem Allgemeinwissen punkten. Und das Wichtigste: natürlich die üblichen Handgriffe im Feuerwehralltag beherrschen. Am Wochenende kämpften 99 Jugendliche aus ganz Schleswig-Holstein um die Leistungsspange der Jugendwehren. Und die Anforderungen waren hoch.

„Die Jugendlichen müssen in fünf Kategorien zeigen, was sie können“, erzählt Hartmut Junge vom Landesfeuerwehrverband. Auf Initiative der Jugendfeuerwehr Rensefeld ist Junge mit seinem 17-köpfigen Wertungsrichter-Team angereist. „Pro Übung gibt es bis zu vier Punkte. Am Ende müssen mindestens zehn Punkte erreicht werden, um die Prüfung zu bestehen“, erklärt Jugendwartin Johanna Rehm, die vor zehn Jahren selbst auf dem Sportplatz an der Ludwig-Jahn-Straße ihre Leistungsspange erreicht hat.

Doch bei den Jungen und Mädchen aus Neustadt und Lensahn läuft es zunächst alles andere als rund. Sie sollen einen Löschangriff simulieren. Gruppenführer Marcel Fuchs gibt den Befehl, dann spurten alle zu den Schläuchen. Doch Wertungsrichter Alfred Wendt fällt sofort auf, dass die Jugendlichen den Befehl „Wasser Marsch“ vollkommen vergessen haben. Kurz bevor es zu spät ist, ruft der Maschinist die entscheidenden Worte. „Wenn ihr ihn nicht gehabt hättet, wäre das nichts geworden“, urteilt Wendt, „ansonsten habt ihr die Übung gut gemeistert.“

Das Team „Lauenburg 1“ tritt derweil beim Schlauchausrollen an. 105 Meter Schlauch müssen in 75 Sekunden quer über den Sportplatz gerollt werden. Am Ende darf kein Schlauch verdreht sein — das würde im Ernstfall die Wasserzufuhr behindern. „56 Sekunden war unsere beste Trainingszeit“, erzählen die Jungen und Mädchen, die bunt aus den Wehren des Kreises Herzogtum Lauenburg gemischt sind. Die können sie nicht ganz wiederholen, doch mit einer Zeit von 62 Sekunden gehen zwei wertvolle Punkte auf ihr Konto.

Teamgeist ist vor allem beim Kugelstoßen gefragt: Jeder hat nur einen Versuch, am Ende müssen alle Weiten zusammen über 55 Meter ergeben. Das sollten die Jugendlichen vom Team „Lauenburg 2“ eigentlich schaffen, schließlich fehlt ihnen nur noch diese Übung zum Erreichen der notwendigen Gesamtpunktzahl. Und es gelingt: Das Team rund um Joshua Lander kommt nach neun Würfen auf 62,6 Meter.

„Wir haben es geschafft“, jubelt Teamkollege Jan Riemann, „jetzt haben wir uns ein Würstchen zur Stärkung verdient.“ Am Ende reicht es auch für die anderen Gruppen — 99 Jugendliche können sich über die Leistungsspange freuen.

Die Leistungsspange
15 Jahre müssen die Jugendlichen mindestens alt sein, um die Leistungsspange zu erlangen. Voraussetzung ist weiterhin die mindestens einjährige Mitgliedschaft in einer Wehr. Die Auszeichnung vom Landesfeuerwehrverband ist das höchste Leistungsabzeichen für Mitglieder der Jugendfeuerwehren.

Maike Wegner

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