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Bad Schwartau Teile vom Schulhof Cleverbrück gesperrt
Lokales Bad Schwartau Teile vom Schulhof Cleverbrück gesperrt
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19:12 13.01.2017
Bad Schwartau

Direkt neben dem Eingang zur Turnhalle der Grundschule Cleverbrück und der benachbarten Kita Spatzennest ist das Busch-Beet mit abgesperrt worden.

Teile des Hofes der Cleverhofer Grundschule wurden jetzt vorsorglich von der Stadt abgesperrt, weil dort bei Bodenproben Verunreinigungen festgestellt wurden. Die genauen Ergebnisse werden kommende Woche erwartet. Quelle: Foto: Dd

Kupferschlacke

In der Metallurgie wird der nicht metallische Schmelzrückstand als Schlacke bezeichnet. Schlacke kommt oft im Bauwesen zum Einsatz. Als Pflaster und Unterbaumaterial im Straßen- und Wegebau ist Kupferschlacke sehr beliebt, denn Steine daraus gelten als unverwüstlich.

Dazu noch eine zweite, kleinere Fläche ganz in der Nähe. Es besteht der Verdacht auf Verunreinigung durch Kupfer. „Das haben wir vorsorglich gemacht“, erklärt Heinz-Günter Schäfer, Werkleiter der Städtischen Betriebe Bad Schwartau, gegenüber den LN. „Alle Eltern, die Schule, die Kita, die Fraktionen und auch der Umweltbeirat wissen Bescheid, dass das hier eine vorsorgliche Maßnahme ist“, so Schäfer weiter.

Doch Vorsorge – weshalb? „Wir haben Verunreinigungen gefunden bei Bodenproben in einer Tiefe von zwei Metern“, so Schäfer. Diese Bodenproben seien kürzlich gemacht worden im Vorfeld der geplanten Erneuerung der Regenwasserleitung, so Schäfer. Derzeit werden diese Bodenproben genauer analysiert. Aus den Reihen der Betreuer der Kita Spatzennest ist zu vernehmen, dass man diese Absperrung relativ gelassen sehe. Alle Eltern seien informiert, aber von Besorgnis oder gar Panik könne überhaupt nicht die Rede sein. Das abgesperrte Areal vor dem Eingang war ein Beet mit Büschen und ohnehin zum Spielen nicht geeignet. Schäfer betont noch einmal, „die Verunreinigungen wurden in einer Bodentiefe von zwei Metern festgestellt. Und so tief buddelt kein Kind auf dem Spielplatz.“

„Wenn man sich entschließt, ein Areal zunächst einmal abzusperren, dann kann es sich ja eigentlich nicht um eine Lappalie handeln“, sagt jedoch Gerd Kayser, Mitglied im Umweltbeirat. In diesem Zusammenhang begrüßt Kayser allerdings auch, dass die Stadt nach den ersten Bodenproben schnell handelt.

„Sollte sich im Ergebnis der Analyse herausstellen, dass es sich dort um verunreinigt Boden handelt, der dort nicht sein darf“, versichert Schäfer, „dann werden wir diesen Boden ausheben und als Sondermüll abtransportieren“. Einen ersten Hinweis darauf, was die Verunreinigung des Bodens verursacht hat, gebe es auch schon. „Es soll Kupferschlacke sein“, so Schäfer, der wie alle anderen noch ein paar Tage auf die genauen Messergebnisse warten muss.

Was man definitiv sagen könne, so Schäfer, ist, „dass es sich bei den Verunreinigungen nicht um Stoffe handelt, die explodieren können oder Ausdünstungen verursachen“. Dennoch sei die Absperrung eine „Vorsichtsmaßnahme, aber eben auch nur eine reine Vorsichtsmaßnahme“, versichert Heinz-Günter Schäfer. Und es sei ein sichtbares Zeichen, dass die Stadt Bad Schwartau an der Aufklärung der Frage der Bodenverunreinigung an diesem Standort arbeite. „Sobald das ganz genaue Ergebnis der Bodenuntersuchungen vorliegt, werden wir es selbstverständlich sofort veröffentlichen und alle Eltern und so weiter informieren “, versichert Schäfer.

Doreen Dankert

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