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Bad Schwartau Tier-Sprechstunde für die Ferienpass-Kinder
Lokales Bad Schwartau Tier-Sprechstunde für die Ferienpass-Kinder
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20:33 14.08.2017
Aysin Matthiessen zeigt den Kindern eine verletzte Taube. Tierarzt Sven Braune bleibt im Hintergrund. Quelle: Foto: Gert Kayser

Ungewöhnliche Sprechstunde für Tierarzt Sven Braune: Im Rahmen des Ferienpasses hat sich der Veterinär nun den Fragen von jungen Tierfreunden gestellt. Um die zwei Stunden wurde Braune von 20 Kindern und Jugendlichen im Stadtteilzentrum Cleverbrück gefordert. Braunes einfache, aber auch eingängige Botschaft an den Nachwuchs: „Tiere sollte man so behandeln, wie man selber behandelt werden möchte.“

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Tierarzt Sven Braune zu Gast im Stadtteilzentrum Cleverbrück.

Die etwas andere Tiersprechstunde von Braune hatte zwei Schwerpunkte. Im ersten Teil ging es in erster Linie um die Haustiere – Vögel, Meerschweinchen oder Zwergkaninchen. Dabei ging Braune vornehmlich auf die Haltung und Ernährung der Tiere ein. „Täglich frisches Wasser, eine artgerechte Ernährung, eine ,Badewanne’ lieben Vögel ebenso wie kleine Steinchen für die Verdauung“, lauteten einige Tipps des Experten. „Wellensittiche und Kanarienvögel sollten nie allein gehalten werden. Auch Kaninchen benötigen einen Partner“, teilte Braune seinen jungen Zuhörern mit. Er empfahl zudem allen Besitzern, die ihre Kleintiere im Freien halten, auch an einen ausreichenden Sonnen-, Regen- und Windschutz zu denken. „Je größer der Käfig desto besser. Wenn Tiere auch noch über Versteckmöglichkeiten verfügen, ist es besonders gut. Bei Kaninchen und Meerschweinchen ist darauf zu achten, dass Heu zum täglichen Futter gehört. Die Tiere benötigen die Fasern zur Verdauung“, erklärte Braune, der im zweiten Teil der Sprechstunde über Nestflüchter und Nesthocker sprach.

Bei aller Tierliebe und Fürsorge sollte man einen wichtigen Grundsatz beachten: Keinesfalls gesunde Jungtiere mitnehmen und sich nur um verletzte Tiere kümmern. Aber auch da ist Vorsicht geboten, insbesondere bei Greifvögeln. „Mit ihren scharfen und spitzen Greifen können Bussarde oder Habichte erhebliche Verletzungen verursachen“, warnte Braune. In solchen Fällen riet er, die Polizei oder den zuständigen Förster beziehungsweise Jäger zu informieren. Vorsicht sollte man auch bei verletzten Eichhörnchen walten lassen. Braune: „Die haben lange Zähne und können kräftig zubeißen.“

Besprochen wurde zudem der Transport und die Versorgung von verletzten Tieren. Dabei hatten Braune und seine Kollegin Aysin Matthiesen zwei Patienten mitgebracht – eine verletzte Brief- und Stadttaube. Vorsichtig kümmerten sich die Kinder um die Patienten, die zum Abschluss noch mit einer Broschüre mit Notfalltipps und anderen wissenswerten Dingen aus der Tierwelt bedacht wurden.

Gert Kayser

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