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Bad Schwartau Tonnenschwere Millimeterarbeit in der Markttwiete
Lokales Bad Schwartau Tonnenschwere Millimeterarbeit in der Markttwiete
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15:10 24.03.2016
Mit einem 180-Tonnen-Kran wird der 17 Tonnen schwere Deckel für den Technikschacht in die Baugrube in der Markttwiete gehievt. Quelle: Sebastian Prey
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Bad Schwartau

„Kann los gehen“, ruft Polier Ralph Heller. Kranführer André Kerinnes (28) springt ins Führerhaus seines 180-Tonnen-Krans. Am Haken des Kolosses hängt ein grauer Betonblock. Es ist das Oberteil für den Technikschacht, der zur Stromversorgung und das geplante Wasserspiel in der Markttwiete notwendig ist. Ein 22 Tonnen schwerer Unterbau aus Beton liegt bereits in fünf Meter Tiefe. Kerinnes muss jetzt mit Fingerspitzengefühl den „Deckel“ drauf machen.

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Spektakulärer Kraneinsatz in der Bad Schwartauer City. Gestern wurde der tonnenschwere Unterbau für das Wasserspiel im Technikschacht versenkt.

„Der Einsatz sieht spektakulärer aus. Es ist aber kein schwieriger Auftrag.“Polier Ralph Heller (52)

Die Arbeiten in der Markttwiete sind ein echter Magnet. Viele Schaulustige bleiben stehen, um die tonnenschwere Millimeterarbeit in Bad Schwartaus guter Stube zu verfolgen. Einer von ihnen ist Friedhelm Marquardt (69). „Das ist ja gewaltig, was hier passiert“, staunt der Pensionär aus Lübeck, der eigentlich nur zum Arztbesuch nach Bad Schwartau gekommen ist. Doch nicht nur Laien sind beeindruckt. Nils Dibbern vom Planungsbüro Harm, das für den Innenstadt-Umbau verantwortlich zeichnet, verfolgt auch mit Spannung den Einsatz des Großkrans in der Markttwiete. Zur Dokumentation fertigt der Planer auch einige Fotos.

„Das Teil ist 17 Tonnen schwer“, sagt Heller als der Kran der Firma Jordt das Beton-Oberteil in Richtung Baugrube hievt. Ohne große Ansage weiß die Mannschaft von der Mecklenburger Baufirma Asa, was zu tun ist. Vier Mann verteilen sich an vier Ecken und helfen, das schwebende Betonteil in Position zu bringen. „Da gibt es kein Spielraum. Alles muss ganz genau passen“, erklärt Heller. Schließlich müssen die 21 Stahldollen im Deckel in die vorgebohrten Löcher des Unterbaus eingesetzt werden. Nach nicht einmal zwei Minuten sitzt das Oberteil. Heller klettert zur Kontrolle über eine Leiter in den Schacht. „Alles okay“, ruft Heller. Die Haken an den Betonplatten werden gelöst.

Für Kranführer Kerinnes ist der Arbeitstag aber noch nicht beendet. Der Koloss, der noch mit weiteren 50 Tonnen Gewicht für diesen Einsatz beschwert werden musste, wird zurückgebaut. „Das Betonteil zu heben und zu platzieren, war heute die geringste Herausforderung“, sagt der 28-Jährige. Schwierig habe sich der Aufbau des Krans am Morgen gestaltet. Den richtigen Standort zu finden, sei nicht ganz einfach gewesen. „Die Markttwiete ist an dieser Stelle ganz schön eng. Wir mussten sogar ein Schild umsetzen“, berichtet Kerinnes.

Von Sebastian Prey

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