Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Tortentraum im Kunstunterricht
Lokales Bad Schwartau Tortentraum im Kunstunterricht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:48 10.03.2016
Schülerin Charlotte Esch fotografiert im Niederegger-Café in Lübeck die Torten für ihren Kunstkurs. Quelle: Fotos: Hfr

Nicht das Backen der sahnigen Süßspeisen war dabei angesagt, sondern das Malen — unter dem Motto „Tortenträume — eine ästhetisch- kulinarische Entdeckung“. Dafür machten die Schüler samt ihrer Lehrerin Theresa Sohn jüngst einen Ausflug ins Niederegger-Café unter den Arkaden in Lübeck.

Abiturienten aus dem Kunstkurs des Gymnasiums am Mühlenberg haben jetzt Torten von Niederegger gemalt — Schüler sind über den alternativen Unterricht begeistert — Ausstellung in Planung.

„Ich dachte, das ist für die Schüler mal etwas anderes“, sagt Kunstlehrerin Theresa Sohn. „Sie hatten die Aufgabe, die Torten erst fotografisches abzubilden, sie dann zeichnerisch zu erfassen und anschließend malerisch auf Leinwand umzusetzen.“

Los ging das Projekt im Café von Niederegger. Dort konnten die Schüler die Torten und auch einzelne Stücke aus allen Blickwinkeln genau betrachten. „So etwas macht man ja sonst gar nicht, wenn man selbst einfach im Café sitzt und eine Stück bestellt“, stellte Schülerin Charlotte Esch fest. „Eine Torte auf der künstlerischen Ebene anzugucken, ist etwas ganz anderes.“ Die 19-Jährige hatte sich entschieden ein Stück Schokoladen-Sahne-Torte zu malen. „Das ist eher flach, ganz anders als man eine Torte sonst kennt“, sagte sie. „Das gefällt mir.“ Ein Stück Schwarzwälder-Kirsch-Torte hatte es ihrer Mitschülerin Sarah Broecker angetan: „Die ist besonders schön — die helle Cremefüllung, das dunkle Braun von der Schokolade und die dunkelroten Kirschen“, beschrieb sie. Als Anschauungsmaterial hat die Lehrerin schließlich einige der Torten-Stücke mitgenommen — und die durften am Ende des Tages auch gegessen werden.

Dann stand der nächste Punkt auf dem Stundenplan: Eine kunsthistorische Führung durch das St.-Annen-Museum im Rahmen der Förderung Jugend im Museum. In den Räumlichkeiten dürfen die Schüler anschließend auch zum Pinsel greifen.

„Das ist das erste Mal, dass wir auf Leinwänden malen dürfen“, freute sich Schülerin Sarah Broecker. „Es ist auch toll, dass wir selbst die Perspektive und den Ausschnitt aussuchen können, den wir malen wollen.“ Mit Acrylfarbe machten sich die Abiturienten ans Werk. „ Unterricht an einem außerschulischen Lernort ist immer gut, um neue eigene Ideen zu entwickeln“, sagt Theresa Sohn.

Fertig sind die meisten Schüler mit ihren Werken an diesem Tag zwar noch nicht geworden. Sie werden aber im Unterricht weiterbearbeitet, denn die Bilder sollen in einer Ausstellung gezeigt werden. Wo genau, das steht noch nicht fest. Die Schüler blicken erst einmal auf einen spannenden Tag zurück. „Die Stimmung war sehr angenehm“, resümiert Charlotte Esch. „Der Ausflug hat mir wirklich gut gefallen.“

Von Kim Meyer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige