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Bad Schwartau Traktor brennt bei Curau aus
Lokales Bad Schwartau Traktor brennt bei Curau aus
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20:22 15.08.2017
„Vermutlich ein technischer Defekt.Klaus Hinz, Feuerwehr Curau

Erst ist es dichter Qualm, dann fliegen immer wieder große Schaumflocken über die Straße zwischen Curau und Dissau. Ein Traktor ist gestern Nachmittag auf dem benachbarten Feld in Flammen aufgegangen. Verletzt wurde niemand.

„Wenn der Pieper geht, fahren wir raus.Björn Schlieter, Feuerwehr Mori

„Vermutlich wurde das Feuer durch einen technischen Defekt ausgelöst“, schätzt Klaus Hinz, Wehrführer der Ortswehr Curau. Weil auch die Reifen Feuer gefangen haben, wurde unter Atemschutz mit Schaum gelöscht. „Der Schaum haftet besser am Gummi“, erklärt Hinz, das Feuer geht so schneller aus. Über eine Stunde dauert es, bis der Qualm nachlässt. Mehrmals muss Schaum nachgeschossen werden. Eine größere Brandfläche ist auf dem Feld erkennbar. Der Fahrer des Traktors, ein Landwirt aus Sereetz, konnte das Fahrzeug rechtzeitig verlassen. Die Landmaschine ist mit Totalschaden jedoch hinüber.

Im Einsatz waren neben der Curauer Wehr auch die Freiwilligen der Ortswehr Mori. Und die hatten gestern alle Hände voll zu tun – es war schon der vierte Einsatz des Tages. Und das bei Temperaturen von bis zu 27 Grad. „Manchmal hat man monatelang gar nichts, und dann kommt es wieder Schlag auf Schlag“, nimmt es Wehrführer Björn Schlieter sportlich. „Wenn der Pieper geht, dann fahren wir raus.“

Los ging es am Morgen mit einem Fehlalarm in der Gesundheitskita der Johanniter in der Segeberger Straße in Stockelsdorf. Die Ursache dafür blieb unklar. Unverrichteter Dinge konnten die Feuerwehrleute wieder abrücken. Doch sie kamen nicht weit – bis zur nächsten Kreuzung. „Wir haben gesehen, dass es dort wenige Momente zuvor zu einem Unfall gekommen war. „Wir brauchten nur drehen“, sagt Schlieter. Bei einem Auffahrunfall an der Kreuzung ist eine Frau verletzt worden. Die Kameraden kamen gerade zur rechten Zeit, konnten als Ersthelfer die Frau versorgen und weitere Einsatzkräfte zum Ort des Geschehens rufen. Immerhin – eine halbe Stunde Luft holen war anschließend drin. Dann ging der Pieper schon wieder. „Wir wurden dann zu einem Flächenbrand auf einem Feld zwischen Arfrade und Eckhorst gerufen“, sagt er. Ein Stück von rund fünf mal fünf Metern habe dort in Flammen gestanden. Personen waren nicht in Sicht. „Woher das Feuer kam, kann man nicht sagen.“ Möglicherweise habe ein Passant eine brennende Zigarette weggeworfen.

Und so gönnten sich die Kameraden denn auch eine Pause auf dem nächsten Feld, als der Traktor gelöscht war. Ob es das wohl war für diesen Tag? „Das kann man nie sagen“, sagt Wehrführer Schlieter. Für den Abend sei schließlich noch ein Gewitter angekündigt.

Löschen mit Schaum

Feuerwehren nutzen Löschschaum, um Brände an Feststoffen oder Flüssigkeiten zu bekämpfen. Er trennt die Brandquelle vom für die Verbrennung nötigen Sauerstoff und verhindert auch, dass zum Beispiel explosive Mischungen entstehen können. Er kühlt zusätzlich durch Verdampfen und leitet Wärme nur zu einem ganz geringen Maße – ebenso ein Vorteil, um zu verhindern, dass sich ein Feuer weiter ausbreitet.

Irene Burow

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