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Bad Schwartau Treffen nach 64 Jahren
Lokales Bad Schwartau Treffen nach 64 Jahren
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18:13 29.06.2016
Pastor Arne Kutsche (re.) hat den Erstklässlern der Jahrgangs 1952 der Schule Klein Mühlen, an die heute rein gar nichts mehr erinnert, eine Führung durch die Rensefelder Kirche gewährt. Jeder der ehemaligen Schüler hat eine persönliche Beziehung zu dieser Kirche. Quelle: Fotos: Doreen Dankert

Als sie damals eingeschult wurden im Jahre 1952, waren sie 37 – 16 Mädchen und 21 Jungen. Jetzt haben sich die Erstklässler der damaligen Schule Klein Mühlen in Rensefeld wiedergetroffen. Knapp ein Dutzend Männer und Frauen von inzwischen Anfang 70 folgten der Einladung von Manfred Möller, der dieses Treffen für seine einstigen Mitschüler organisiert hatte. Getroffen hat man sich im Restaurant Süd-West Am Kirchhof. Von dort ging es dann im Regen zu einer Führung zur Rensefelder Kirche und wieder zurück ins Restaurant. Pastor Arne Kutsche hat den Ehemaligen die neuen Kirchenglocken im Turm gezeigt und Wissenswertes über das Gotteshaus berichtet.

Ehemalige Erstklässler der früheren Schule Klein Mühlen in Rensefeld haben sich getroffen – in der Kirche.

„Nur für dieses Treffen bin ich von Düsseldorf nach Bad Schwartau gekommen.“Hermann Schuur

Bekannt war diese Kirche jedem der Gäste aus der überschaubaren Gruppe, „denn jeder von uns hat hier Erinnerung an die Konfirmation oder Hochzeit“, erklärt Manfred Möller. Aus alter Verbundenheit zu eben genau diesem Gotteshaus war die Rensefelder Kirche als Höhepunkt es Erstklässlertreffens ausgewählt worden.

Die weiteste Anreise hatte dabei Hermann Schuur aus Düsseldorf. „Nur für das Treffen bin ich nach Bad Schwartau gekommen“, so Schuur. Die zweitweiteste Anreise erfolgte aus dem Harz. Alle anderen wohnen in Bad Schwartau und Umgebung, so Möller, der im Übrigen der Einzige in dieser Runde war, der noch direkt in Rensefeld lebt. Für echte Rensefelder gibt es nämlich sogar einen großen Unterschied zwischen einem Bad Schwartauer und einem Rensefelder, obwohl Rensefeld natürlich zu Bad Schwartau gehört.

Viele der einstigen Erstklässler konnten aus privaten oder gesundheitlichen Gründen nicht an diesem nunmehr dritten Klassentreffen teilnehmen. „Einige sind auch schon nicht mehr unter uns“, fügt Manfred Möller hinzu. Dass dieses Wiedersehen ausgerechnet in die Zeit der Fußball-Europameisterschaft fällt, ist ein bisschen Zufall. „Aber Deutschland spielt ja heute Abend nicht“, sagt Peter Ahrens, „denn wenn unsere Mannschaft heute spielen würde, dann wäre niemand zu diesem Treffen gekommen.“ Doch nicht nur Fußball an sich und wie die Deutsche Elf wohl abschneiden wird in Frankreich war ein Gesprächsthema bei Kaffee und Kuchen sowie später nach der Kirchenführung beim Abendessen, sondern auch der Brexit und das Thema der Flüchtlinge. Doch ein vorherrschendes Thema bei Treffen dieser Art ist die Biografie, die jeder einstige Mitschüler zu erzählen hat. Beruf, Heirat, Kinder, Enkelkinder, Wohnort, Urlaube und Anekdoten von früher. „Was so aus den Leuten geworden ist“, so Möller, „das ist bei solchen Treffen immer wieder das beherrschende Thema, über sowas tauscht man sich einfach gerne aus.“ Das wollen die Frauen und Männer 64 Jahre nach der Einschulung eben von den jeweils anderen gerne wissen.

Und geworden sei aus allen Schülern von damals etwas, sagt das knappe Dutzend unisono. Ingenieure, Industriekaufmänner und –frauen, Mediengestalter oder auch Volkswirtschaftler. „Aber keiner von uns ist Lehrer geworden“, so Manfred Möller.

Doreen Dankert

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