Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Bad Schwartau Turbulente Zeiten bei den Feuerwehren vorerst vorbei
Lokales Bad Schwartau Turbulente Zeiten bei den Feuerwehren vorerst vorbei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:13 05.02.2018
Ralf Paasch, bis vor zwei Jahren Wehrführer in Mori und mit 24 Jahren Amtszeit dienstältester Wehrführer der Gemeinde, sprach Dankesworte im Namen der Wehr an die Adresse von Ordnungsamtsleiter Michael Henk und Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann. Quelle: Foto: Dankert

Beide werden sich im Frühjahr in den Ruhestand verabschieden.

Zur Galerie
Gleich zweimal stand Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann und für Ordnungsamtsleiter Michael Henk an diesem Wochenende die Feuerwehr im Kalender. Stockelsdorf und Mori luden jeweils zur Jahresversammlung. Diesmal gab es mehr Grußworte als sonst, denn Rahlf-Behrmann und Henk sind auf Abschiedstour.

Wehr Stockelsdorf

Befördert: Christina Radtke zur Oberfeuerwehrfrau, Jan-Philip Herbers zum Feuerwehrmann, der neue Brandschutzerzieher Sebastian Paasch erneut zum Hauptfeuerwehrmann 3 Sterne und Hans-Jürgen Schulke zum Löschmeister.

Zuerst kam die Stockelsdorfer Wehr zusammen. Unstimmigkeiten mit der Freiwilligen Feuerwehr Mori, die mittlerweile aber aus dem Weg geräumt sind, Rücktritt des Wehrführers Dennis Wichelmann aus familiären Gründen und die Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus hielten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf 2017 mächtig auf Trab. Die Einsatzzahlen waren erneut rückläufig.

Von den 80 Einsätzen lag der überwiegende Teil im Bereich der Hilfeleistungen mit 50 Einsätzen, fünf Brände waren zu bekämpfen und 25 Einsätze galten dem vorbeugenden Brandschutz. Hierbei konnten 116 Kinder und 77 Erwachsene geschult und mit 111 Personen Räumungsübungen durchgeführt werden. Die Gefahrguterkundungstruppe wurde zu drei Einsätzen gerufen.

Auch dieses Jahr wird wieder interessant, wie der neue Wehrführer Roland Becker in seinem Bericht versprach. „Wir haben wichtige Führungspositionen zu besetzen und auch geeignete Kandidaten dafür gefunden“, erklärte Becker und ergänzte, dass ab Mitte Februar die Führungsriege der Wehr wieder komplett sein wird. Außerdem wird der Baubeginn für das neue Feuerwehrgerätehaus mit Spannung erwartet.

Mit Brandschnallen für ihre langjährige Feuerwehrzugehörigkeit wurden Rene Buchholz, Markus Demmler und Bernd Visser für 20 Jahre, Marcus Fischer für 30 Jahre, Hans-Jürgen Schulke für 40 Jahre und Peter Dornheim für 50 Jahre geehrt.

In Mori hielt Wehrführer Björn Schlieter die Bilanz für 2017 kurz und knackig. 103 Einsätze hat es gegeben, „das war Highscore, und wir hatten auch so einige Unfälle dabei, wo jeder mitgekriegt hat, dass wir das Dorf hübsch fegen.“ Wer die genauen Zahlen komplett lesen wolle, der könne Einsicht nehmen in die Bilanz, so Schlieter.

Moris Wehrführer ging aber auch noch einmal darauf ein, was vor allem atmosphärisch für Bewegung zwischen den beiden großen Wehren sorgte. „Im Februar wurde es ein bisschen unruhig“, erklärte Schlieter, „jetzt haben wir in Stockelsdorf eine innerdeutsche Gemeindegrenze. Und das im Sommer war kein Friedensgipfel, sondern ein Einigungsgipfel. Es gab keinen Stress, sondern Ärger und Neid.“

Durch die Grenze bewege sich Mori bei den Einsätzen auf „ungewohntem Terrain, denn das Ölspuren-Wegmachen und Türen-Knacken ist eigentlich nicht unser Milieu, aber wir machen das jetzt.“

Mit aktuell 66 Aktiven – fünf davon Frauen – ist Mori die größte Wehr in der Gemeinde. Vor zwei Jahren waren es noch 40 Aktive. „So einen Schub an neuen Mitgliedern gibt es im ganzen Land nicht“, stellte der Kreiswehrführer Thorsten Plath fest. Und weil Mori weiter auf Wachstumskurs ist, hat Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann angekündigt, dass die Raumerweiterung bereits als Thema für Politik und Verwaltung notiert sei. In ihrem Grußwort betonte die Bürgermeisterin ihre Hochachtung davor, „dass Wehrmitglieder freiwillig Verantwortung übernehmen – und das zeichnet diese Wehren aus.“ „Die schönste Fahrzeugübergabe“ sei für die Verwaltungschefin die Drehleiter mit dem Namen „Biggi“ gewesen, und die Bootstaufe vor zwei Jahren „unvergesslich, denn weit und breit ist kein Wasser zu sehen, aber wir haben eine Bootstaufe“.

HÖ/DD

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Kurzem gibt es in Stockelsdorf zehn weitere Krippenplätze – und zwar in umgebauten Räumen der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Gemeinschaftsschule. Damit gibt es aktuell 630 Betreuungsplätze für Kinder, rund 400 davon für Kinder in der Krippe und in der Kita.

05.02.2018

Der Abendflohmarkt in der Kita an der Christuskirche ist ein echter Renner. Auch bei der 23. Auflage des Kinderkram-Flohmarkts war der Andrang riesengroß.

05.02.2018

Die Polizei hat einen rücksichtslosen Raser auf der A 1 zwischen Bad Schwartau und Scharbeutz gestellt. Gegen den 25-Jährigen wird wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt. Die Polizei sucht noch weitere Zeugen. Die dreiste Autofahrt fand bereits am Donnerstag, 1. Februar, statt.

05.02.2018
Anzeige