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Bad Schwartau Undichtes Dach am GaM wird notdürftig abgedichtet
Lokales Bad Schwartau Undichtes Dach am GaM wird notdürftig abgedichtet
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18:12 18.05.2016
Ortstermin auf dem Dach: Dennis Kostrewa (links) zeigt den Mitgliedern des Bauauschusses die Schwachstellen. Quelle: Fotos: Sebastian Prey

Das Gymnasium am Mühlenberg (GaM) ist ein Sanierungsfall. Es regnet durchs Dach, die Fenster sind undicht, die Fassade energetisch vollkommen überaltert. Um das Gymnasium auf Vordermann zu bringen, muss die Stadt Bad Schwartau auf lange Sicht vermutlich um die 15 Millionen Euro in die Hand nehmen. Darüber sind sich die Kommunalpolitiker aller Parteien weitgehend einig. Doch bevor saniert oder neu gebaut wird, soll ein Schulentwicklungsplan auf den Weg gebracht werden, der alle Bedarfe berücksichtigt. Zudem sollen die Schulgebäude noch in eine Immobiliengesellschaft ausgegliedert werden, um steuerliche Vorteile geltend zu machen. Bevor das nicht passiert ist, soll auch nicht in die Schulgebäude investiert werden, um kein Geld zu verschwenden. Der Plan der Politik klingt soweit vernünftig. Doch die Situation am GaM ist aktuell so prekär, dass sich Investitionen nicht weiter auf die lange Bank schieben lassen. Davon konnte sich jetzt auch der Bauausschuss bei einer Ortsbesichtigung auf dem Dach des GaM überzeugen.

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Nach Ortsbesichtigung stimmt der Bauausschuss vorerst nur einer kleinen Reparaturmaßnahme am maroden Gymnasium am Mühlenberg zu.

„Jetzt wissen wir auch, warum dass GaM so heißt. Das kommt wohl von Gammel“, sagt ein Bauausschuss-Mitglied bei der Besichtigung entsetzt. Auch Bauamtsmitarbeiter Dennis Kostrewa hat nichts Gutes zu berichten. „Es regnet ins Foyer und in den Musikraum. Wo genau es durchregnet, lässt sich aber nicht ermitteln. Mit einer einfachen Reparatur ist es also nicht getan“, berichtet Kostrewa. Bei der Konstruktion aus den 70er Jahren handele es sich um ein Foliendach, das sich seitlich aus der Verankerung des Betondaches gelöst habe. Um eine weitere Durchfeuchtung des Gebäudes zu verhindern, schlägt das Bauamt eine komplette Sanierung eines etwa 400 Quadratmeter großen Dachbereichs vor. „Die Kosten dafür werden sich wohl auf um die 130000 Euro belaufen“, so Kostrewa, der mit dieser Schätzung die Politiker zusätzlich irritierte, denn in der Verwaltungsvorlage war zunächst noch von rund 80000 Euro für die Dachsanierung die Rede.

„Das Dach sieht relativ katastrophal aus“, räumte Torben Suhr von der CDU ein. Um die Kosten aber möglichst gering zu halten, schlug er vor, das Dach nicht gleich zu sanieren, sondern nur notdürftig abzudichten. Mit der kompletten Sanierung sollte man erst beginnen, wenn der Hauptausschuss eine entsprechende Immobiliengesellschaft für die Schulgebäude gegründet hat, stimmte auch York Schün (CDU) zu. „Bei einer Gesamtsanierungssumme von 15 Millionen können so rund 2,4 Millionen Vorsteuer gespart werden“, rechnete Schün vor. Ob dieser Gemengelage votierte der Ausschuss einstimmig gegen die Vorlage der Verwaltung, den Sperrvermerk zur Dachsanierung aufzuheben. Das Dach soll nun notdürftig abgedichtet werden. Die Kosten dafür sind nicht ganz klar. Bauamtsleiter Thomas Sablowski: „Wir versuchen das aber aus unserem Budget für die laufende Bauunterhaltung zu decken.“

Sebastian Prey

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