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Bad Schwartau Unterschriften als Zeichen der Verbundenheit
Lokales Bad Schwartau Unterschriften als Zeichen der Verbundenheit
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18:18 09.04.2016
Chris Hilbrink, Helga Beeck, Trude Dyck und Norbert Leihe (v. l.) haben auf den Listen unterschrieben. Quelle: Fotos: Irene Burow

„Ich habe dort mal vor langer Zeit gearbeitet“, sagt Karin Bendig aus Bad Schwartau. Als sie gestern auf dem Markt die Unterschriftenaktion zum Erhalt der Schwartauer Werke bemerkte, setzte sie ihren Namen sofort darunter. In allen Abteilungen habe sie gearbeitet — beim Marzipan, der Marmelade, beim Honig und Saft. „Damals wurden noch Bonbons hergestellt, die bei Festen immer in der Stadt verteilt wurden“, schwelgt sie kurz in Erinnerungen, und geht weiter.

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Chris Hilbrink, Helga Beeck, Trude Dyck und Norbert Leihe (v. l.) haben auf den Listen unterschrieben.

„Wir haben 150 Unterschriften in der ersten Stunde gesammelt“, freut sich Helferin Helga Beeck. „Wir werden überrannt. Das ist ein Bombenerfolg!“ Immer wieder halten Leute an und machen mit, kommen gemeinsam ins Gespräch. „Wir hoffen, es werden am Ende des Tages 1000 Namen sein“, ist Helga Beeck optimistisch. „Die Werke sind seit über 100 Jahren hier. Selbst die Leute aus Lübeck und den umliegenden Gemeinden finden, dass sie hier bleiben müssen.“

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass die Schwartauer Werke Teile der Produktionsstätten verlagern könnten. „Ein Ort muss nicht nur die touristische, sondern auch die industrielle Aktivität fördern“, sagt Dr. Karin Zabka aus Hamburg, die sich jede Woche in Bad Schwartau aufhält. „Es ist ein wichtiges Traditionsunternehmen. Es geht um Arbeitsplätze und Steuern für die Stadt. Ich bin hier geboren und kann mir den Ort ohne die Werke gar nicht vorstellen“, sagt auch Bärbel Engel. „Das Unternehmen ist das sprudelnde Wasser, die Heilquelle für den Ort“, meint Einwohnerin Chris Hilbrink.

„Ich will, dass die Werke hier bleiben“, begründet auch Trude Dyck aus Bad Schwartau ihre Unterschrift. „Dass eine Firma sich vergrößern will, ist verständlich. Jetzt müssen wir sehen, wie wir das regeln. Der Bürgermeister wird das schon machen.“

Das Ergebnis der von der CDU initiierten Unterschriftenaktion mit dem Titel: „Bad Schwartau und die Schwartauer Werke gehören zusammen: Jetzt und in Zukunft!“ soll in Kürze der Unternehmensführung überreicht werden. „Wenn am 19. April Firmenchef Arend Oetker in unsere Stadt kommt, werden wir wohl Gelegenheit bekommen, ihn zu treffen“, sagt die Helferin und Stadtverordnete Inga Stammer (CDU).

Der Stadtverordnete Norbert Leihe (CDU) betont hingegen, dass das Thema aus dem Wahlkampf herausgehalten werden solle. „Wir müssen alle dafür sorgen, dass die Werke hier bleiben. Ob man grün, rot oder schwarz tickt, ist dabei doch völlig uninteressant.“

Von Irene Burow

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